Ein Wolf steht auf einer Wiese. © picture alliance/Pressebildagentur ULMER Foto: ULMER

Wolfs-Bestand: Debatte um Aufnahme ins Jagdrecht

Stand: 11.11.2020 20:20 Uhr

Im Niedersächsischen Landtag haben die Koalitionspartner SPD und CDU am Mittwoch die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht sowie das Festlegen einer Bestandsgrenze gefordert.

Damit soll die wachsende Zahl von Wölfen im Land eingedämmt werden. Sollte die Population eine bestimmte Zahl überschreiten, sollen die Raubtiere leichter abgeschlossen werden dürfen - wenn sie Tierhaltern Probleme bescheren, heißt es in dem von Regierungsfraktionen eingebrachten Antrag.

Grüne: Vorstoß "Augenwischerei"

Für den Vorstoß gab es Unterstützung von FDP und AfD. Die Grünen bezeichneten die Vorschläge als Augenwischerei. Die Jagd auf Problem-Wölfe werde mit der Aufnahme ins Jagdrecht nicht erleichtert. "Unser Ziel ist es, Schaf- und Ziegenhalter zu unterstützen", sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD).

Rund 350 Wölfe - Tendenz steigend

Das Land werde bei der Festsetzung einer Bestandsgrenze nicht auf den Bund warten, sondern ein eigenes wissenschaftliches Gutachten erstellen lassen, so Lies. In Niedersachsen gibt es derzeit rund 350 Wölfe, jährlich werden es mehr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 11.11.2020 | 15:00 Uhr

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