Bildmontage: Adventsgesteck vor Kirchenfenster © Fotolia.com Foto: corabelli, vansteenwinckel

Weihnachten mit Corona: Kirchen wollen rasche Vereinbarung

Stand: 07.10.2020 17:44 Uhr

Bis zum Fest soll alles in trockenen Tüchern sein. Deshalb wünschen sich die evangelischen Kirchen bald einen Plan für die Gottesdienste zu Weihnachten. Was geht, was nicht?

Klar ist schon jetzt: In diesem Jahr können sich die Menschen nicht wie sonst üblich zu Weihnachten in den Kirchen versammeln - und Heiligabend womöglich dicht an dicht sitzen. Wegen der Coronavirus-Pandemie setzen die Kirchen vielerorts auf Gottesdienste im Freien. Sie hoffen, dass diese vom Land ermöglicht werden.

Gottesdienst draußen mit Abstand und Maske

"Notwendig ist, dass es unter Einhaltung der Abstandsregelungen und mit Tragen von Mund-Nasen-Schutz Open-Air-Gottesdienste gibt, an denen Besucherinnen und Besucher auch im Stehen teilnehmen können", sagte die Bevollmächtige der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Andrea Radtke, am Mittwoch in Hannover. Das klingt zwar eher kalt und ungemütlich - doch es gibt kaum Alternativen. Zu Ostern hatten viele Gottesdienste virtuell stattgefunden. Zu Weihnachten möchten die Kirchen, dass Gläubige gemeinsam Gottesdienst feiern können.

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Forderungen an den Krisenstab

Am Donnerstag steht Radtke zufolge ein Gespräch mit Heiger Scholz an, dem Leiter des Corona-Krisenstabs der niedersächsischen Landesregierung. Dabei wollen die Kirchen demnach auch darauf drängen, dass zu Open-Air-Gottesdiensten an großen Versammlungsstätten bis zu 1.000 Menschen zugelassen werden. Bislang sind maximal 500 erlaubt.

Gemeinden brauchen Zeit für Absprachen

Viele Gemeinden planen laut Radtke Freiluft-Gottesdienste, darunter kürzere Andachten im Stehen. Dafür müssten sie Hygienekonzepte erarbeiten und Absprachen mit den Behörden treffen. Deshalb bräuchten die Kirchen bereits jetzt eine grundlegende Vereinbarung mit dem Land.

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