Stand: 28.01.2019 11:00 Uhr

Immer mehr Landwirte steigen auf Bio um

Die steigende Nachfrage nach Bio-Produkten wirkt sich auch auf die niedersächsische Landwirtschaft aus. Nach Angaben des Agrarministeriums haben im vergangenen Jahr 200 weitere Landwirte mit einer Fläche von mehr als 10.000 Hektar auf den ökologischen Landbau umgestellt. Damit gibt es landesweit mittlerweile knapp 2.000 Bio-Bauern, die eine Fläche von rund 110.000 Hektar bewirtschaften.

Bio-Bauern weiter eine Minderheit

Trotz der Zunahme spielt die ökologische Landwirtschaft im Agrarland Niedersachsen nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Gerade einmal vier Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird von Öko-Betrieben bebaut. Das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen geht allerdings davon aus, dass die Zahl der Bio-Höfe in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Vor allem bei Marktgemüse und Kartoffeln sei es für viele Landwirte wirtschaftlich interessant, auf Ökolandbau umzusteigen, sagte eine Sprecherin.

Landesregierung will Ökolandbau stärken

Die Landesregierung will den Anteil der Bio-Betriebe bis 2025 auf rund zehn Prozent zu verdoppeln. Dazu sind neben der bestehenden finanziellen Förderung auch Modellregionen und besondere Projekte zum Beispiel zum Wasserschutz geplant. Außerdem sollen regionale Produktions- und Vermarktungsstrukturen gestärkt werden. Auf Bundesebene haben CDU und SPD im Koalitionsvertrag das Ziel festgehalten, bis 2030 einen Öko-Anteil von 20 Prozent zu realisieren.

Weitere Informationen

Verbände fordern ein Umdenken bei Subventionen

Verbände fordern eine Umdenken in Brüssel und Hannover: EU-Subventionen für die Landwirtschaft sollen künftig vor allem kleineren Betrieben zugute kommen, die ökologisch arbeiten. (24.01.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.01.2019 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

03:25
Hallo Niedersachsen
04:51
Hallo Niedersachsen
03:16
Hallo Niedersachsen