Stand: 10.10.2018 10:03 Uhr

5G-Auktion: Althusmann fürchtet neue Funklöcher

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"Was ist mit Wasserstraßen und Häfen?", fragt Wirtschaftsminister Althusmann.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) fürchtet, dass beim weiteren Ausbau des Handynetzes neue Funklöcher entstehen könnten. Er kritisiert das Verfahren, nach dem die neuen Lizenzen für das schnelle Internet nach dem Standard 5G an die Telekommunikationsanbieter vergeben werden sollen. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Der Bund solle bei seiner Versteigerung für eine lückenlose Abdeckung sorgen und nicht nur anpeilen, möglichst viel Geld zu erlösen.

Kein schnelles Internet für die Häfen?

Im kommenden Frühjahr versteigert der Bund die Frequenzen. Die Mobilfunkanbieter können sich bewerben. Die geplante Einnahmen für die Staatskasse belaufen sich auf bis zu 12 Milliarden Euro. Althusmann warnt, "alte Fehler" nicht zu wiederholen. Er verlangt strengere Auflagen für die Unternehmen, die den Zuschlag erhalten. Aus seiner Sicht muss der Bund die großen Anbieter Telekom, Vodafone und Telefonica verpflichten, nicht nur wie geplant die meisten Haushalte mit 5G zu versorgen. "Was ist denn mit den Wasserstraßen, der Hafeninfrastruktur, den Gewerbegebieten?", fragt Althusmann. Er fürchtet, dass die 5G-Landkarte auch künftig an vielen Stellen Niedersachsens weiße Flecken haben wird.

Bereits jetzt Tausende Funklöcher

Bereits jetzt weist das Mobilfunknetz in Niedersachsen Tausende Löcher auf. Nach einem Aufruf von Althusmanns Wirtschaftsministerium im April hatten 9.000 Niedersachsen Lücken gemeldet, insgesamt 3.000 Stück. "Wir haben in Sachen Mobilfunkausbau versagt", sagte Althusmann NDR 1 Niedersachsen mit Blick auf Bund und das Land. In seinem Masterplan Digitalisierung hatte er angekündigt, bis 2021 zunächst eine lückenlose Versorgung nach dem derzeit gängigen 4G-LTE-Standard schaffen zu wollen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.10.2018 | 08:00 Uhr

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