Stand: 07.06.2018 06:37 Uhr

Schweinepest: Gesetzesänderung für den Ernstfall

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Bislang zahlt das Land eine Abschussprämie in Höhe von 25 Euro pro erlegtem Tier.

Sollte die Afrikanische Schweinepest ausbrechen, muss schnell reagiert werden, damit das Virus nicht weiter verbreitet wird. Tiergesundheits- und Bundesjagdgesetz sollen deshalb so geändert werden, dass die Behörden ohne Verzug bestimmte Gebiete absperren, den Personen- und Fahrzeugverkehr einschränken und eine intensivere Jagd anordnen können. Die Länder sollen in Ausnahmefällen die Jagd auch in Setz- und Brutzeiten erlauben dürfen. Auch ein Ernteverbot auf landwirtschaftlichen Flächen gehört zu den Maßnahmen. Den Entwurf einer entsprechenden Gesetzesänderung hat die Bundesregierung beschlossen.

Virusinfektion könnte durch Speisereste eingeschleppt werden

Die Afrikanische Schweinepest ist eine medizinisch nicht bekämpfbare Virusinfektion, die ausschließlich für Haus- und Wildschweine gefährlich ist. Sie kann durch unachtsam entsorgte Speisereste mit Viren verseuchter Wurst aus Infektionsgebieten in Osteuropa nach Deutschland eingeschleppt werden. Dänemark baut zum Schutz vor möglichen infizierten Wildschweinen einen Schutzzaun an der Grenze zu Deutschland.

Ein Pürzel bringt 25 Euro

Mecklenburg-Vorpommern zahlt bislang eine Abschussprämie in Höhe von 25 Euro pro erlegtem Tier. Zum Beweis müssen die Jäger mit den Anträgen die Schwänze (Pürzel) bei den Behörden abgeben, weshalb die Prämie auch als Pürzelprämie bezeichnet wird. Damit soll die nach Ansicht von Experten zu große Population dezimiert werden, um im Fall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest die Seuche besser in den Griff zu kriegen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 07.06.2018 | 06:00 Uhr

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