Stand: 12.04.2018 08:15 Uhr

Schloss Ludwigsburg: Weg frei für die Sanierung

Der Verkauf des Schlosses Ludwigsburg bei Greifswald an das Land ist beschlossene Sache. Alle drei Eigentümer haben zugesagt, ihren Anteil für einen symbolischen Wert zu verkaufen. Damit sind die Bedingungen für eine Sanierung des baufälligen Schlosses erfüllt.

Eigentümer und Gemeinde stimmen Verkauf zu

Der Förderverein der Schloss- und Gutshofanlage Ludwigsburg fasste den Beschluss in seiner jährlichen Mitgliederversammlung. Der Vorsitzende des Vereins, Sascha Ott, sagte gegenüber NDR 1 Radio MV, sowohl die privaten Eigentümer des Schlosses als auch die Gemeinde haben dem Verkauf zugestimmt. Ihr gehört der Park.

20 Millionen für Schloss und Wirtschaftsgebäude

Zunächst, so Ott, wolle sich das Land auf die Sanierung des Schlosses und der Wirtschaftsgebäude konzentrieren. Dafür werden die Kosten auf mehr als 20 Millionen Euro geschätzt. Das Land will das Schloss der Pommernherzöge in die Stiftung Pommersches Landesmuseum eingliedern.

Wiedereröffnung 2024/2025 möglich

Das sanierte Schloss könnte dann nach Einschätzung des Fördervereins spätestens 2024/2025 wieder öffentlich zugänglich sein. Es ist einer der letzten vorhandenen mittelalterlichen Bauten der Pommernherzöge in Deutschland und als einziger weitgehend im Original erhalten. Der Herzog von Pommern-Wolgast, Ernst Ludwig von Pommern (1545-1592), ließ das Schloss Ende des 16. Jahrhunderts für seine Gemahlin Hedwig Sophie errichten. Im Verlauf seiner langen Geschichte war das Schloss Eigentum der schwedischen Krone und bot Flüchtlingen am Ende des Zweiten Weltkriegs Obdach. Heute ist die Immobilie im Privateigentum der Nachfahren der Familie Weißenborn, die das Schloss 1810 erworben hatten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 12.04.2018 | 08:00 Uhr

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