Stand: 24.01.2020 14:58 Uhr  - NDR 1 Radio MV

Sandsack-Wall am Strand von Lubmin wächst

Die Dünenverstärkung soll bis Oktober 2020 abgeschlossen sein.

Im vorpommerschen Lubmin wächst der neue Sandsack-Wall, der das Seebad vor Hochwasser schützen soll. Die Dünenverstärkung durch einen Geotextilwall soll laut dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern bis Oktober 2020 abgeschlossen sein. Begonnen hatten die Arbeiten im Dezember. Strandbesucher müssen auf dem knapp zwei Kilometer langen Abschnitt mit Einschränkungen rechnen, wie es hieß.

Sturmfluten setzten Düne zu

Nach Angaben von Bürgermeister Axel Vogt hatten die drei Sturmfluten in den Jahren 2017 und 2019 Teile der Düne stark abgetragen. Strandaufspülungen reichten nicht, da der Strand für den klassischen Dünenaufbau zu schmal sei und der Sand schnell wieder weggespült werde. Weil Buhnen oder Steinwälle im Greifswalder Bodden als Flora-Fauna-Habitat(FFH)-Gebiet nicht errichtet werden dürfen, sollen es die rund 33.000 Sandsäcke richten.

Bund trägt Großteil der Kosten

Für die Küstenschutz-Arbeiten musste der Uferweg abgebaut werden. Laut Vogt stehen noch bis Ende Februar Rodungs- und Baumfällarbeiten an. Im Frühjahr werde der Holzweg wieder abschnittsweise aufgebaut, die Dünen werden bepflanzt, der Strand wiederaufgespült. Die Baukosten von 2,6 Millionen Euro tragen zu 70 Prozent der Bund und zu 30 Prozent das Land. Nach Angaben des Agrar- und Umweltministeriums wurden seit 1991 in Mecklenburg-Vorpommern rund 450 Millionen Euro in den Küstenschutz investiert.  

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Mittagsschau kompakt | 24.01.2020 | 15:00 Uhr

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