Stand: 11.12.2019 15:49 Uhr

P+S-Werftenpleite: Ministerium muss Akten offenlegen

Zwei Fähren liegen vor der P+S Werft in Stralsund © dpa Bildfunk Foto: Stefan Sauer
Die P+S Werften sind 2012 pleite gegangen. (Archivbild)

Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommerns muss unter Verschluss gehaltene Akten zur Pleite der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast offenlegen. Das hat das Verwaltungsgericht Schwerin entschieden. Das Ministerium unterlag damit vor Gericht dem früheren Werftbesitzer, der Hegemann-Gruppe.

Früherer Eigentümer bekommt erstinstanzlich Recht

Diese hatte Einblick in verschiedene Unterlagen aus dem Ministerium verlangt und hat nun Recht bekommen - allerdings erst in erster Instanz. Die Entscheidung ist also noch nicht rechtskräftig - es ist eine Berufung beim Oberverwaltungsgericht möglich.

Schadenersatzforderungen wegen gescheiterter Werftenrettung?

Hintergrund der Klage sind mögliche Schadenersatzforderungen, die sich aus der gescheiterten Werften-Rettung ergeben könnten. Vor sieben Jahren waren die Werften in die Insolvenz gegangen - trotz Millionen-Bürgschaften von Land und Bund. In Berlin waren die früheren Werfteigner bereits erfolgreich: In einem ähnlichen Verfahren hatte das Oberverwaltungsgericht bereits entschieden, dass der Bund die Unterlagen zu den Werften offenlegen muss.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.12.2019 | 16:00 Uhr

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