Stand: 03.03.2019 10:28 Uhr

Online-Arztbesuche sollen ausgeweitet werden

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Bisher ist die telemedizinische Behandlung in MV nur nach einem vorherigen persönlichen Kontakt zugelassen. (Symbolbild)

Die Regierungskoalition aus SPD und CDU in Mecklenburg-Vorpommern will die Behandlung von Patienten über das Internet ausweiten. Ärzten soll es künftig ermöglicht werden, Kranke aus der Ferne behandeln zu dürfen, ohne sie zu Beginn persönlich in der Praxis gesehen zu haben.

Gang zur Arzt-Praxis bisher unumgänglich

Dazu müsste die Landesärztekammer zunächst die Berufsordnung für Mediziner ändern, heißt es in einem Antrag der Regierungsparteien für die nächste Landtagssitzung. Auf diese Änderung wolle die Landesregierung hinwirken. Bisher ist die sogenannte telemedizinische Beratung und Behandlung in Mecklenburg-Vorpommern nur nach einem vorherigen persönlichen Kontakt zugelassen.

Landesärztekammer müsste Berufsordnung ändern

Der Deutsche Ärztetag hatte bereits im Mai vergangenen Jahres eine entsprechende Änderung auf den Weg gebracht. Diese Regelung muss aber von den einzelnen Landesärztekammern übernommen werden. Nur so werde sie auch in dem jeweiligen Bundesland gültig.

Koalition hofft auf Entspannung im ländlichen Raum

Zwei Drittel der 17 Landesärztekammern in Deutschland haben laut SPD und CDU bereits eine entsprechende Lockerung beschlossen. Der Regierungskoalition zufolge könnten auf diese Weise vor allem Patienten im ländlichen Raum lange Wege und Wartezeiten erspart bleiben. Zudem würden Notfallambulanzen in den Krankenhäusern entlastet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 03.03.2019 | 09:00 Uhr

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