Kleines Haff: Badewarnung aufgehoben

Stand: 25.08.2022 18:47 Uhr

Anwohner und Touristen können im Stettiner Haff wieder ohne Beschränkungen baden gehen. Alle Warnungen in diesem Zusammenhang seien aufgehoben.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte am Donnerstag am Rande eines Pressegesprächs in Mühlengeez zur MeLa (Landwirtschaftliche Fachausstellung), man habe weder in den analysierten Fischen noch im Wasser Bedenkliches gefunden. Die Empfehlung sei zu einer Zeit ausgesprochen worden, als die Ermittlungen zur Ursache des Fischsterbens noch ganz am Anfang standen. Auch das Angeln und Fischen, sowie die Nutzung von Wasser für Bewässerung oder für Tiere sei wieder möglich.

MV-Umweltminister Till Backhaus (SPD). © dpa bildfunk Foto: Stefan Sauer
AUDIO: Backhaus: "Es muss eine Einleitung in die Oder gegeben haben" (5 Min)

Backhaus sagte: "Die in der Oder massenhaft nachgewiesene toxische Algenart (Prymnesium parvum) weist im Kleinen Haff nur sehr geringe Konzentrationen auf, die aktuell nicht auf eine Massenvermehrung (Algenblüte) dieser Algen hinweisen. Damit ist das Vorkommen als ungefährlich einzustufen. Dennoch bleiben wir wachsam."

Tourismusbranche atmet auf

Die Tourismusbranche hatte die Warnung kritisiert. Viele Urlauber waren verunsichert. Deshalb zeigte sich auch der Tourismusbeauftragte des Landes, Tobias Woitendorf, erfreut: "Die Aufhebung der Warnung ist ein ganz wichtiges Signal für die Touristiker in der Region und natürlich für alle Gäste, die mögliche Bedenken hinsichtlich eines geplanten Aufenthaltes am Stettiner Haff wegschieben können. Die Branche kann aufatmen und ist dankbar dafür, dass gemeinsam und schnell alles darangesetzt wurde, Aufklärung zu betreiben."

Goldalge in sehr geringer Konzentration

Nach mehreren Untersuchungen durch die zuständigen Stellen konnte zwar die Goldalge, die für die Naturkatastrophe in der Oder verantwortlich sein soll, auch im kleinen Haff nachgewiesen werden. Das jedoch in geringer Konzentration. Das Auftreten der Goldalge im Haff sei nichts ungewöhnliches, hieß es aus dem Umweltministerium. Was genau das Fischsterben ausgelöst hat, ist noch immer nicht klar.

 

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NDR 1 Radio MV | Nachrichten aus Mecklenburg-Vorpommern | 25.08.2022 | 16:35 Uhr

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