Stand: 23.03.2018 18:14 Uhr

Kaputte A 20: Behelfsbrücke ab Herbst befahrbar?

Ein niederländisches Unternehmen hat den Zuschlag für den Bau einer Behelfsbrücke erhalten, die das abgesackte Teilstück der Autobahn 20 bei Tribsees überbrücken soll. Das teilte das Schweriner Verkehrsministerium am Freitag mit. Demnach könnte der Autobahnabschnitt ab dem Sommerende wieder provisorisch befahrbar sein. Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) sagte, ob der Zeitplan eingehalten werden könne, hänge aber vom Bau der Brückenverankerung ab. Die Ausschreibung für diesen Bauabschnitt laufe noch bis Ende März. Erteilt werden soll der Zuschlag bis Ende April.

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Ursache für A 20-Abbruch weiter unklar

Eine Informationsveranstaltung mit Baugrund-Gutachtern hat das Verkehrsministerium kurzfristig abgesagt. Wichtiger als Ursachen-Forschung sei eine schnelle Reparatur, so Verkehrsminister Pegel. mehr

Behelfsbrücke kostet 12 Millionen Euro

Die Firma aus den Niederlanden habe das einzige Angebot für den Behelfsbrückenbau abgegeben, hieß es im Landesamt für Straßenbau, wie NDR 1 Radio MV berichtete. Der Betrag von 12 Millionen Euro für die Behelfsbrücke war in der Ausschreibung vorgegeben. Baubeginn für die Stahlbrücke soll im Juli sein. Das Bauwerk soll auf 30 Meter langen Brückenpfeilern stehen, die in das weiche Erdreich eingelassen werden. Diese Brückenlösung sei günstiger als eine Umleitungsstrecke, hieß es im Verkehrsministerium.

Abriss soll nach Ostern beginnen

Der Abriss des zerstörten Teilstücks der A 20 soll nach Ostern beginnen. Dann werde zunächst die Baustelle eingerichtet und anschließend der Asphalt vom noch intakten Damm vor und nach der Abbruchstelle abgetragen, teilte das Verkehrsministerium mit. Dafür erhielt eine Baufirma aus Grimmen den Auftag - in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro.

Gutachter-Vortrag zu Ursachen der A-20-Probleme abgesagt

Die genauen Gründe für das Abrutschen der Fahrbahn bei Tribsees sind weiter unklar. Ein ursprünglich für Donnerstag geplanter Gutachter-Vortrag wurde kurzfristig abgesagt. Im Mittelpunkt sollte die Frage stehen, ob zum Zeitpunkt des Autobahn-Baus der moorige Untergrund durch mehrere Hundert Betonsäulen ausreichend gefestigt wurde. Laut Verkehrsministerium liegen noch keine Untersuchungsergebnisse vor.

Das Ministerium hält es ohnehin für wahrscheinlich, dass am Ende der Untersuchungen die Ursache ungeklärt bleibt - es sei nicht gesichert, dass eine zuverlässige Aussage dazu getroffen werden könne.

Dauerhafte Wiedereröffnung der Autobahn frühestens 2021

Seit September 2017 versinkt die A-20-Fahrbahn auf knapp 100 Metern Länge im moorigen Untergrund. Zunächst war davon vor allem die Fahrbahn in Richtung Rostock betroffen. Mittlerweile brach auch die Gegenfahrbahn weg. Die A 20 verläuft in dem betroffenen Bereich über eine Torflinse und ruhte auf in den Boden getriebenen Säulen.

Mit der Wiedereröffnung der Autobahn wird laut offiziellen Prognosen nicht vor 2021 gerechnet.

Autobahn 20: Wenn eine Straße im Boden versinkt

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Der Tag | 23.03.2018 | 14:00 Uhr

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