Stand: 11.12.2017 10:39 Uhr

Haftstrafen nach schwerer Kindesmisshandlung

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Die beiden Angeklagten hätten sadistische Neigungen, so der Richter.

Im Prozess um die schwere Misshandlung eines dreijährigen Kindes ist vor dem Landgericht Schwerin das Urteil gesprochen worden. Der Vater und dessen Frau müssen wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen für vier Jahre ins Gefängnis.

Kind regelmäßig gequält

Der 32-jährige Mann und die 36 Jahre alte Frau aus Grevesmühlen hatten gestanden, den kleinen Jungen 2016 über mehrere Monate geschlagen, gedemütigt und vernachlässigt zu haben. Sie seien überfordert gewesen. Laut Staatsanwaltschaft haben beide das Kind regelmäßig gequält und terrorisiert. Der Richter sprach von sadistischen Neigungen der beiden Angeklagten. Sie hätten ihre Traktierungen gefilmt, fotografiert und sich gegenseitig per WhatsApp zugeschickt.

Gutachter: Kind braucht lebenslange Therapie

Als der Vater Ende 2015 das Sorgerecht für das Kind bekam, wog es 15 Kilogramm. Nachdem das Jugendamt den Jungen im Mai 2016 in seine Obhut nahm, waren es nur noch 10 Kilogramm. Grund waren Schlaf- und Nahrungsentzug. Mittlerweile lebt der Junge bei seiner Großmutter. Ein Gutachter sagte, das Kind erwarte nun eine lebenslange Therapie.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 11.12.2017 | 10:00 Uhr

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