Das gebastelte Abbild eines Coronavirus wird in die Luft gehalten. © picture alliance/Hauke-Christian Dittrich/dpa Foto: Moritz Frankenberg

Demos: 1.200 Bürger protestieren in MV gegen Corona-Regeln

Stand: 10.11.2020 14:40 Uhr

In mehreren Städten Mecklenburg-Vorpommerns haben am Montag Bürger gegen die Corona-Regeln demonstriert. In Weisdin wurde ein Bus mit Demonstranten gestoppt.

Bei der Demonstration in Neubrandenburg haben sich Montagabend 370 Menschen beteiligt, wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg mitteilten. In Rostock und Schwerin waren es jeweils 200. In ganzen Land gingen insgesamt 1.200 Menschen auf die Straße, um gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Weitere Proteste gab es in Wismar, Ludwigslust, Waren und Stralsund. Nach Angaben der Polizei gab es keine nennenswerten Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz oder andere gesetzliche Auflagen.

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Bus mit Demonstranten gestoppt

Eine weitere Veranstaltung in Neubrandenburg, die "Corona-Info-Tour", wurde schon am Nachmittag durch den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte untersagt. Grund dafür war das derzeit geltende Einreiseverbot nach Mecklenburg-Vorpommern und dass der Versammlungsleiter und seine Stellvertretung nicht in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet sind. Wie die Polizei mitteilte, überquerten sie dennoch die Landesgrenze. Daraufhin stoppten Polizisten den Bus mit den Demonstranten auf der B96 in Weisdin und forderten Busfahrer und Passagiere auf, Mecklenburg-Vorpommern umgehend zu verlassen. Ursprünglich wollte die "Corona-Info-Tour" auch Station in Greifswald, Güstrow und Ludwigslust machen.

Ordnungswidrigkeitsverfahren werden geprüft

Da der Busfahrer aber die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten nicht eingehalten hätte, ermöglichte die Polizei allen Reisenden die Rast auf einem Grundstück in Neustrelitz. Das bestätigte eine Polizeisprecherin am Dienstagmittag. Schon um 7.30 Uhr sollte der Bus samt Demonstranten das Land dann Richtung Brandenburg verlassen haben. Ein Eilantrag der Demonstranten, um nach Greifswald weiterreisen zu können, wurde am Dienstagnachmittag abgelehnt. Das teilte eine Sprecherin des Verwaltungsgerichts Greifswald mit.

Derzeit werden Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Busfahrer, die Passagiere sowie gegen eine Person geprüft, die Demonstranten verbotenerweise beherbergt haben soll.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 10.11.2020 | 06:30 Uhr

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