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Kommunistische Hoxha-Diktatur: Albaniens Verfolgte

Sonntag, 18. Juli 2021, 20:15 bis 20:30 Uhr, NDR Info

Ehemals politisch Verfolgter in Albanien. © ARD Foto: Andrea Beer

Albaniens Verfolgte fordern Gerechtigkeit
Ein Feature von Andrea Beer, ARD-Studio Südosteuropa

Ehemals politisch Verfolgte in Albanien. © ARD Foto: Andrea Beer
Die Aufarbeitung der albanischen Geschichte ist für die ehemals Verfolgten existenziell.

Auch 30 Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes von Enver Hoxha sind die gesellschaftlichen Gräben in Albanien tief. Die Vergangenheit ist keineswegs aufgearbeitet.  Etwa 100 000 Menschen waren in Gefängnissen und Lagern der Willkür der kommunistischen Diktatur ausgesetzt. Drohende Exekution, Folter, willkürliche Haftverlängerungen und Zwangsarbeit waren Alltag. Rund 20 000 Familien von Angehörigen wurden enteignet, verbannt und interniert.

Geraubtes Eigentum hat bisher niemand zurückbekommen. Verbände ehemals politisch Verfolgter haben mühsam Entschädigungen und das Recht auf Akteneinsicht erkämpft. Entschädigungen werden nur in Raten ausbezahlt. Viele haben noch nichts erhalten. Auch in den Schulen findet keine Aufarbeitung der Hoxhazeit statt. In Schulbüchern wird das Thema nur auf wenigen Seiten behandelt.  

Viele kommunistische Eliten glitten von der Diktatur in die Demokratie. Täter von damals, sowie ihre Töchter und Söhne, sitzen heute in Universitäten, dem Parlament und haben hohe Posten in der der Justiz. Politisch Verfolgte werden angefeindet und ihre Anliegen nach finanzieller Unterstützung im Alltag, mehr Respekt und Anerkennung, unterdrückt.

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