Stand: 31.07.2021 22:30 Uhr

Coronavirus-Blog: Diskussion über Impfung von Kindern

Im Coronavirus-Blog hat NDR.de Sie auch am Sonnabend, 31. Juli 2021 über die Folgen der Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Am Sonntagmorgen geht es mit einem neuen Blog weiter.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


22:30 Uhr

NDR.de sagt gute Nacht!

Der Corona-Blog geht in die nächtliche Ruhepause. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Morgen geht es hier mit Infos zur Pandemie weiter.


21:55 Uhr

Baerbock hält Nachteile für Ungeimpfte für zulässig

Nach Ansicht von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sind Nachteile für Ungeimpfte zulässig. Wenn alle ein Impfangebot bekommen hätten, sei es nicht auszuschließen, dass Geimpfte mehr Dinge tun könnten als die, die sich trotz der Möglichkeit dazu nicht impfen ließen, sagte die Co-Chefin der Grünen dem "Tagesspiegel". Sie forderte ein Vorantreiben der Impfkampagne und schlug mobile Impfteams und Impfangebote beispielsweise vor Hochschulen und auf Marktplätzen vor. Dort würden unentschlossene Menschen am besten erreicht, so Baerbock.


21:23 Uhr

In Wolfsburg gelten von Montag an strengere Regeln

Wolfsburg weist derzeit den höchsten Inzidenzwert in ganz Niedersachsen auf. Laut Robert Koch-Institut liegt der Wert bei 52,3 - das hat Folgen. Für die Verhängung der Maßnahmen hat die Stadt allerdings einigen Spielraum vom Land erhalten. Schwimmbäder sollen beispielsweise offen bleiben, weil sich dort niemand infiziert hat. Restaurants oder Cafés dürfen mit entsprechendem Hygienekonzept öffnen - Clubs oder Diskotheken bleiben hingegen zu. Alle Maßnahmen sollen ab Montag gelten.

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Mehrere Menschen betreten in Wolfsburg das Rathaus. © dpa - Bildfunk Foto: Jochen Lübke

Wolfsburgs Corona-Inzidenz sinkt wieder unter 50er-Marke

Dennoch gelten Verschärfungen: Nur noch zehn Menschen aus drei Haushalten dürfen sich treffen. Es gibt aber Ausnahmen. mehr


20:24 Uhr

Pastor in Elmshorn ruft zu Solidarität durch Impfen auf

Viele Kommunen und Städte bieten nach wie vor Impfangebote an, um die Menschen für das Impfen gegen die Corona-Pandemie zu sensibilisieren - so auch in Elmshorn (Kreis Pinneberg). Die Delta-Variante wird dabei mit Sorge beobachtet, auch deswegen möchte Pastor Hans-Peter Mumssen gerne die Impfquote erhöhen, verteilt Flyer, informiert über Impfangebote und ruft zur Solidarität auf.


19:12 Uhr

Diskussion über Impfung von Kindern

Der politische Druck auf die Ständige Impfkommission ist groß, eine Empfehlung zur Corona-Impfung älterer Kinder und Jugendlicher auszusprechen. Die meisten kinderärztlichen Kolleginnen und Kollegen würden es für sinnvoll halten, Kinder zu impfen, sagte Claudia Haupt, niedergelassene Kinderärztin in Hamburg-Blankenese und Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Hamburg, im Gespräch mit dem NDR. Das gelte vor allem dann, wenn die Jungen und Mädchen ein erhöhtes Risiko haben, im Falle einer Infektion ernsthaft zu erkranken. Dagegen sagte Jakob Maske, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, im NDR Info Interview, es gebe bei den geimpften Kindern ab zwölf durchaus auch negative Effekte. Daten aus Studien zeigten, dass einer von 17.000 geimpften Jugendlichen infolge der Impfung an einer Herzmuskelentzündung leide. 
Inzwischen sei jeder Fünfte in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen mittlerweile mindestens einmal geimpft. Das verbreitete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heute per Twitter.

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Dr. Claudia Haupt © NDR Foto: Screenshot

Corona-Impfungen bei Kindern: Was Kinderärzte raten

Sollten Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden? Die Hamburger Kinderärztin Claudia Haupt erläutert den Stand der Diskussion. mehr


17:00 Uhr

Corona-Fall bei Hannover 96: Linton Maina nicht im Kader

Wegen eines positiven Corona-Tests musste Fußball-Zweitligist Hannover 96 heute bei der 0:3-Niederlage gegen Hansa Rostock kurzfristig auf seinen Mittelfeldspieler Linton Maina verzichten. Das bestätigte 96-Trainer Jan Zimmermann bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Der 22-jährige Maina war am Freitag bei den obligatorischen Spieltagskontrollen positiv getestet worden und begab sich sofort in eine zweiwöchige Quarantäne. Das Spiel konnte nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt trotzdem stattfinden.


16:28 Uhr

Grünen-Politiker: Kostenpflichtige Tests schaffen keinen Impfanreiz

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen bezweifelt, dass mit der Abschaffung der kostenlosen Corona-Tests Menschen zum Impfen bewegt werden können. Das sei ein Trugschluss, sagte Dahmen dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Sonntag). "Ich bin als Arzt und Politiker nicht davon überzeugt, dass wir zum aktuellen Zeitpunkt Menschen mit Debatten über Druck, Zwang und Bestrafung zum Impfen bekommen.” Dahmen forderte stattdessen mehr Aufklärung und Informationen über das Impfen. Nötig seien mehr Mobilität - also Impfbus statt Impfzentrum - und eine Corona-Warn-App, die Menschen auf Spontan-Impfangebote in der Umgebung hinweist, sagte er. Der Mediziner ergänzte, zuverlässig helfe nur das Impfen, wenngleich das Testen beispielsweise in Schulen, am Arbeitsplatz oder bei Besuchen im Pflegeheim oder Krankenhaus wichtig bleiben werde. "Hier wird es in der Praxis darauf ankommen, dass beispielsweise ungeimpfte Kinder oder Menschen, die sich aus einem anderen medizinischen Grund noch nicht haben impfen lassen können, weiter die Möglichkeit zu kostenlosen Tests erhalten."


16:00 Uhr

32 Neuinfektionen im Bundesland Bremen gemeldet

Die Behörden im Land Bremen haben nach Informationen von buten un binnen 32 Neuinfektionen gemeldet. Elf davon entfallen auf Bremerhaven, die restlichen 21 auf die Stadt Bremen. Laut Gesundheitsressort kletterte die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Bremen von 21,1 auf 22,5, in Bremerhaven sogar von 23,8 auf 32,6.


15:45 Uhr

Inzidenzwert in MV sinkt leicht auf 8,1

Die Behörden haben 18 neue Corona-Fälle in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Gestern waren es 23, am Sonnabend vor einer Woche 20. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt minimal von 8,2 am Freitag auf 8,1. Den höchsten Inzidenzwert verzeichnet der Landkreis Nordwestmecklenburg (14,0), den niedrigsten Vorpommern-Rügen (3,6). Weiterhin müssen sechs Covid-19-Patientinnen und -Patienten auf Intensivstationen in MV behandelt werden.


15:02 Uhr

Verstöße gegen Corona-Regeln bei Swinger-Party in Hamburg

Die Hamburger Polizei hat am späten Freitagabend eine privat organisierte Swinger-Party im Kronsaalsweg in Stellingen aufgelöst. Die Beamten trafen fast 70 Personen an. Die Personalien der Gäste wurden festgestellt, danach wurden sie nach Hause geschickt. Sie erhielten einen Platzverweis und müssen ebenso wie der Organisator mit einem Bußgeld rechnen. Für private Feiern mit mehr als zehn Menschen gelten in Hamburg derzeit weitgehend die Vorgaben für öffentliche Veranstaltungen. Zum Beispiel müssen Kontaktdaten erhoben werden, es gilt eine Maskenpflicht, Abstandsregeln müssen eingehalten werden und bei Treffen in geschlossenen Räumen ist ein negativer Corona-Test erforderlich.

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Einsatzkräfte der Polizei stehen vor einem Gebäude. © TNN Screenshot

Hamburger Polizei beendet Swinger-Party

Fast 70 Menschen trafen sich in Stellingen. Laut Polizei wurde gegen Corona-Regeln verstoßen, nun drohen Bußgelder. mehr


14:12 Uhr

Scholz für Verlängerung von Corona-Hilfen mindestens bis Jahresende

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) plädiert für eine Verlängerung der Corona-Hilfen. "Niemand soll kurz vor der Rettung ins Straucheln geraten", sagte der SPD-Kanzlerkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und auch die Wirtschaftshilfen seien derzeit bis zum 30. September befristet. "Ich will beides bis zum Jahresende verlängern. Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen", sagte Scholz.


13:29 Uhr

Jeder fünfte Jugendliche mindestens erstgeimpft

Jeder Fünfte in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen ist mittlerweile mindestens einmal geimpft. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) heute per Twitter mit. Das entspricht etwa 900.000 Personen in Deutschland.


12:07 Uhr

87 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

In Hamburg sind 87 neue Corona-Fälle binnen eines Tages registriert worden. Das sind 45 weniger als am Freitag und 5 weniger als am Sonnabend vor einer Woche. Nach Angaben der Sozialbehörde sank die Sieben-Tage-Inzidenz von von 35,7 gestern auf 35,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Ein weiterer Mensch starb im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, seit Pandemiebeginn sind es nun 1.615 Todesfälle.


11:37 Uhr

Debatte über Ende kostenloser Tests hält an

Die Forderungen nach einem Ende der kostenlosen Corona-Tests werden lauter, allerdings gibt es dazu noch keine Entscheidung der Bundesregierung. "Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat schon vor Wochen gesagt, dass er es für denkbar hält, die Tests zu einem späteren Zeitpunkt für Ungeimpfte nicht mehr kostenlos anzubieten. Der genaue Zeitpunkt ist noch festzulegen", teilte sein Ministerium heute auf Anfrage dem ARD-Hauptstadtstudio mit. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, der Bund habe sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass die Tests kostenpflichtig werden, sobald sich alle Deutschen zweimal impfen lassen konnten - also Ende September oder Anfang Oktober. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Corona-Tests sollten kostenpflichtig werden, wenn alle sich hätten impfen lassen können - also in wenigen Wochen." Ausnahmen müssten natürlich für die gelten, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können sowie für Kinder und Jugendliche. Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther forderte den Bund auf, Corona-Tests so schnell wie möglich kostenpflichtig zu machen. "Die Bundesregierung sollte schon in der kommenden Woche ein konkretes Datum für die Umstellung auf die Kostenpflichtigkeit der Corona-Tests festlegen", sagte der CDU-Politiker der "Welt". Dieses Datum könnte der 20. September sein. "Bis dahin hätte jeder bisher Ungeimpfte noch die Chance, sich vollständig impfen zu lassen."


11:14 Uhr

Kinderarztverband: Stiko bei Impfempfehlung arbeiten lassen

Demnächst soll es von der Ständigen Impfkommission (Stiko) eine Neubewertung zum Thema Corona-Kinderimpfung geben. Es gebe bei den geimpften Kindern ab zwölf durchaus auch negative Effekte, sagte Jakob Maske, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, im NDR Info Interview. "Und diese Effekte werden wir genau beobachten und bewerten müssen - und bewerten müssen, ob nicht die Erkrankung für das Individuum wesentlich weniger gefährlich ist", sagte Maske.

Daten aus Studien zeigten, dass einer von 17.000 geimpften Jugendlichen infolge der Impfung an einer Herzmuskelentzündung leide. "Wir sind in der komfortablen Situation, keine Eile zu haben, weil die Corona-Erkrankung für die Kinder und Jugendlichen in der Regel nicht schwer verläuft." Die EMA-Studie zur Zulassung bei Minderjährigen habe nur etwas mehr als 3.000 Teilnehmer gehabt, während die Nebenwirkung der Hirnvenenthrombose erst nach mehr als einer Million Impfungen gefunden worden sei. "Sie können mit 1.000 geimpften Kindern noch keine häufigen oder auch seltenen Nebenwirkungen herausstellen."

Der Druck der Politik auf die Stiko zu einer Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche sei völlig inakzeptabel. "Das ist wirklich eine Unverschämtheit." Die Stiko sei ein unabhängiges Gremium. "Insofern können wir doch sehr beruhigt sein, dass sich die Stiko hier überhaupt nicht treiben lässt, sondern ihre Arbeit macht, und zwar gründlich."


08:30 Uhr

Einschulung unter Corona-Bedingungen in MV

In Mecklenburg-Vorpommern ist heute Einschulung. Insgesamt werden zum neuen Schuljahr 14.300 Mädchen und Jungen in den ersten Klassen der Grundschulen begrüßt. Zum zweiten Mal müssen die Feiern unter Corona-Bedingungen stattfinden. Wie viele Familienmitglieder die Erstklässler begleiten können, ist von Schule zu Schule verschieden. Für die Feiern in Innenräumen sind maximal 200 Personen zugelassen, es gilt Maskenpflicht und erwachsene Gäste müssen einen anerkannten Schnelltest mitbringen.

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Ein Junge mit Mund-Nasen-Schutz hält eine Schultüte. © dpa - Bildfunk Foto: Peter Steffen

Schultüte und kluge Worte: Einschulung in Mecklenburg-Vorpommern

14.300 Mädchen und Jungen sind seit Sonnabend Schulkinder. Am Montag dann beginnt für sie der Unterricht an den Grundschulen im Land. mehr


08:00 Uhr

Tschentscher plädiert für Homeoffice-Angebote auch nach der Pandemie

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat sich dafür ausgesprochen, Arbeit von zu Hause aus auch nach der Corona-Pandemie möglich zu machen. Allerdings müssten die Bedingungen stimmen. "Bei Homeoffice und mobilem Arbeiten müssen wir darauf achten, dass dieses nicht zu Lasten der Beschäftigten geht", sagte der SPD-Politiker. Während der Pandemie gab es eine Homeoffice-Angebotspflicht für Unternehmen, aber keinen entsprechenden Zwang für Angestellte. Schließlich ist das Arbeiten zu Hause bei beengten Wohnverhältnissen oder schwierigen familiären Situationen oft nicht möglich. Tschentscher sagte, Umfragen in großen Unternehmen zeigten, dass die Beschäftigten gerne einige Tage pro Woche im Homeoffice arbeiteten. "Moderne Unternehmen bieten diese Möglichkeit, stellen aber zugleich gute Büroarbeitsplätze, denn auch Präsenzarbeit hat ihre Stärken."


07:14 Uhr

Niedersachsen meldet 219 neue Fälle - Inzidenz sinkt leicht

In Niedersachsen sind binnen eines Tages 219 neue laborbestätigte Corona-Infektionen registriert worden. Das geht aus Daten des Landesgesundheitsministeriums hervor. Das sind zwei neue Fälle weniger als gestern und zwölf weniger als vor einer Woche. Die Inzidenz sinkt somit gegenüber gestern von 16,2 auf 15,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am vergangenen Sonnabend lag der Wert ebenfalls bei 15,8. Die Zahl der Corona-bedingten Todesfälle stieg um 2 auf 5.817. Die höchste Inzidenz weist die Stadt Wolfsburg auf(52,3), gefolgt vom Landkreis Lüneburg (52,1) und der Stadt Salzgitter (47,0).


06:52 Uhr

2.400 neue Fälle in Deutschland - Inzidenz steigt leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt in Deutschland seit nun dreieinhalb Wochen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt sie aktuell bei 16,9 - gestern betrug der Wert 16,5, heute vor einer Woche 13,6. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2.400 Corona-Neuinfektionen - vor einer Woche 1.919. Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 21 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle gewesen. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91 658. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.769.165 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.


06:47 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt auf 23,7

Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist weiter gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen beträgt aktuell 23,7 - vor einer Woche lag der Wert bei 12,7. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 148 Fälle neu übermittelt - ungefähr doppelt so viele wie eine Woche zuvor (77). Zwei weitere Menschen in SH starben an oder mit einer Corona-Infektion.

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Eine Frau zeigt ein Stäbchen für einen Nasenabstrich für einen Schnelltest auf das neuartige Coronavirus. © dpa picture alliance Foto: Julian Stratenschulte

Corona in SH: Inzidenz steigt weiter - auf 23,7

Binnen 24 Stunden wurden 148 neue Corona-Fälle gemeldet. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat der Kreis Pinneberg mit 38,6. mehr


06:39 Uhr

Neue Regeln für Einreisen nach Deutschland ab Sonntag

Ab Sonntag gilt bei der Einreise nach Deutschland eine generelle Corona-Testpflicht. Das Bundeskabinett beschloss am Freitag eine entsprechende Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer mitteilte. Die Neuregelung diene dazu, die Eintragung zusätzlicher Infektionen nach Deutschland möglichst gering zu halten. Überblick über die wichtigsten neuen Regeln bei Einreisen nach Deutschland:

  • TESTPFLICHT: Ab Sonntag müssen alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist - mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gibt es bisher schon für alle Flugpassagiere. Künftig gilt dies für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

  • TESTS UND KOSTEN: Um im Ausland einen Testnachweis zu bekommen, sind Schnelltests durch Fachpersonal oder PCR-Labortests möglich - zu zahlen aus eigener Tasche. Schnelltests dürfen bei der Einreise in Deutschland höchstens 48 Stunden zurückliegen, genauere PCR-Tests höchstens 72 Stunden. Bei Virusvariantengebieten verkürzt sich die Frist für Schnelltests auf 24 Stunden. Der Nachweis muss auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch sein - digital oder auf Papier. Per Handy abfotografierte Papiernachweise sollen bei Kontrollen wegen der Missbrauchsgefahr nicht akzeptiert werden.

  • RISIKOGEBIETE: Künftig soll es statt drei nur noch zwei Kategorien für weltweite Regionen mit höherem Risiko geben: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Als Hochrisikogebiete gelten Regionen mit besonders hohen Fallzahlen. Ein Indiz: eine Sieben-Tage-Inzidenz von "deutlich mehr als 100". Betrachtet werden sollen aber auch andere Faktoren wie Testraten und Klinikfälle.

  • QUARANTÄNE: Vorgesehen ist für Hochrisikogebiete, dass nicht Geimpfte und nicht Genesene nach der Rückkehr zehn Tage in Quarantäne müssen, die frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen Test beendet werden kann. Eine zunächst vorgesehene Vorgabe zu PCR-Tests fiel wieder weg. Für Kinder unter zwölf soll die Quarantäne generell nach dem fünften Tag nach Einreise enden. Bei der Rückkehr aus Virusvariantengebieten sind weiterhin grundsätzlich 14 Tage häusliche Quarantäne vorgesehen.

  • SONDERFÄLLE: Sonderregelungen sieht die Verordnung unter anderem für berufliche Grenzpendler und Kurzreisen im Grenzverkehr mit weniger als 24 Stunden Aufenthalt vor. Für sie soll die Nachweispflicht nur gelten, wenn man aus Risikogebieten wieder einreist. Für nicht Geimpfte und nicht Genesene soll ein Testnachweis nur zweimal pro Woche nötig sein, nicht bei jeder Einreise. Wer nur ohne Zwischenstopp durch ein Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet reist, muss deswegen bei der Einreise in Deutschland nicht in Quarantäne.

  • ANMELDUNG: Urlauber aus Risikogebieten müssen sich weiter beim amtlichen digitalen Einreiseportal anmelden. Auch Test-, Impf- oder Genesenennachweise sind dort hochzuladen, sobald man sie hat.


06:35 Uhr

Service: Inzidenzwert für Ihren Wohnort ermitteln

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Inzidenz in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein:


06:30 Uhr

NDR.de Live-Ticker am Sonnabend startet

NDR.de wünscht einen guten Morgen! Wir halten Sie auch am heutigen Sonnabend, 31. Juli, über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Laufenden. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen.

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