Stand: 29.07.2021 23:59 Uhr

Corona-Blog: Testpflicht bei Einreisen soll ab Sonntag gelten

In diesem Blog hat NDR.de Sie auch am Donnerstag, 29. Juli 2021, über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg informiert. Die Ereignisse des Tages können Sie hier nachlesen. Am Freitagmorgen starten wir einen neuen Blog.

Das Wichtigste in Kürze:

Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden
Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen


23:53 Uhr

Corona-Blog macht Pause - Gute Nacht!

Der Corona-Blog von NDR.de macht nun eine kleine Pause. Das Team wünscht Ihnen eine gute Nacht! Am Freitagmorgen starten wir einen neuen Blog zu den Folgen der Pandemie für Norddeutschland.


21:30 Uhr

Kostenlose Corona-Tests: Es hakt bei der Digitalisierung

Ab Sonntag sollen die Ergebnisse von Corona-Tests direkt in die Corona-Warn-App übertragen werden. Doch im Nordosten von Niedersachsen hakt es bei der IT-Infrastruktur. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat nun signalisiert, dass es für die Betreiber eine Übergangsphase geben werde. Testzentren müssten nicht schließen. Der Streit über die Digitalisierung der Testergebnisse kommt zu einer schlechten Zeit: Der Landkreis Lüneburg kämpft seit Tagen mit höheren Inzidenzen. Auch andernorts steigen die Zahlen. In einigen Bereichen des öffentlichen Lebens werden die kostenlosen Bürgertests als Schutzmaßnahme wieder wichtiger.

VIDEO: Corona kompakt: Softwareprobleme in Testzentren (3 Min)


21:10 Uhr

Leopoldina-Forscher: Allgemeinheit muss für Dummheit der Impfgegner zahlen

Der Verhaltensforscher Armin Falk von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat das Ablehnen von Corona-Schutzimpfungen scharf kritisiert. "Sich nicht impfen zu lassen, hat nichts mit Rationalität zu tun, sondern einfach nur mit Eigennutz", sagte Falk der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe). "Die Allgemeinheit muss hier zahlen für die Trägheit und die Dummheit der Impfgegner." Weil die Nebenwirkungen des Impfens überschaubar und der Nutzen für die Gesellschaft riesig sei, forderte Falk eine "Impfverpflichtung", mindestens aber, den Zugang zu Restaurants, Reisen und Veranstaltungen für Nicht-Geimpfte zu erschweren. Sonst laufe es darauf hinaus, dass "die Kooperativen die Dummen sind". Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, nahm der Wissenschaftler von seiner Kritik aus.  


20:40 Uhr

Testpflicht bei Einreisen soll ab Sonntag gelten

Die seit Tagen diskutierte Testpflicht für Einreisende nach Deutschland soll am 1. August in Kraft treten. Es sei nötig, "die Eintragung zusätzlicher Infektionen einzudämmen und die Infektionszahlen gering zu halten, um in dieser Zeit weiter die Impfquoten steigern zu können", heißt es in einem Entwurf, der auch dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Angestrebt werden ein Beschluss des Kabinetts im Umlaufverfahren am Freitag und das Inkrafttreten der Neuregelungen am Sonntag. Ausgenommen von der Testpflicht sind Geimpfte und von einer Covid-19-Erkrankung genesene Personen. Eine Testpflicht gibt es bisher bereits für Flugreisende. Künftig gilt sie für alle - also auch für Autofahrer, Bahn- oder Schiffsreisende. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab es heute eine weitere Abstimmungsrunde der beteiligten Ministerien. Die wichtigsten Punkte des jüngsten Entwurfes im Überblick:

  • TEST- UND NACHWEISPFLICHT: Grundsätzlich sollen künftig alle Einreisenden ab zwölf Jahren über einen negativen Testnachweis, einen Genesenen-Nachweis oder einen Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen müssen - egal von wo und auf welchem Weg sie kommen. Bei Einreise aus einem Gebiet mit besorgniserregenden Virusvarianten soll ein Testnachweis nötig sein, Nachweise als Geimpfter oder Genesener sollen dann nicht reichen. Mögliche Schnell- oder PCR-Tests im Ausland sind selbst zu zahlen.

  • KONTROLLEN: Generell sollen die Nachweise bei der Einreise mitzuführen und bei stichprobenhaften Überprüfungen durch die Behörden vorzulegen sein, wie es im Entwurf heißt. Kontrollen aller Einreisenden direkt an den Grenzen sind nicht vorgesehen. Reist man mit einem Beförderungsunternehmen wie einer Fluggesellschaft, sollen die Nachweise vor dem Start auf Anforderung vorgelegt werden müssen - so ist es für Flugpassagiere schon bisher. Im grenzüberschreitenden Bahnverkehr soll dies auch während der Fahrt möglich sein.

  • SONDERFÄLLE: Sonderregelungen sieht der Entwurf unter anderem für Grenzpendler und kürzere Reisen im Grenzverkehr vor. Für sie soll die Testpflicht nur gelten, wenn sie aus Risikogebieten kommen. Für nicht Geimpfte und nicht Genesene soll ein Testnachweis demnach auch nur zweimal pro Woche nötig sein, nicht bei jeder Einreise.

  • RISIKOGEBIETE: Geplant sind dem Entwurf zufolge auch Änderungen bei der Einstufung internationaler Regionen mit höherem Risiko. Künftig soll es statt drei nur noch zwei Kategorien geben: Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete. Als Hochrisikogebiete sollen Regionen mit besonders hohen Fallzahlen gelten. Ein Indiz dafür soll eine Sieben-Tage-Inzidenz von "deutlich mehr als 100" sein, betrachtet werden sollen aber auch andere Faktoren wie niedrige Testraten oder viele Krankenhausfälle.

  • QUARANTÄNE: Vorgesehen ist für Hochrisikogebiete, dass nicht Geimpfte und nicht Genesene direkt nach der Rückkehr zehn Tage in Quarantäne müssen, die frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen Testnachweis beendet werden kann. Eine dafür zunächst vorgesehene Vorgabe zu PCR-Tests statt Schnelltests sollte dem Vernehmen nach voraussichtlich entfallen. Für Kinder unter zwölf Jahren soll die Quarantäne nach dem fünften Tag nach Einreise enden. Bei der Rückkehr aus Virusvariantengebieten sind weiterhin 14 Tage häusliche Quarantäne vorgesehen.


20:05 Uhr

RKI: Zunehmend Corona-Fälle nach Reisen gemeldet

Corona-Ansteckungen, die wahrscheinlich auf Reisen passiert sind, spielen laut dem Robert Koch-Institut (RKI) eine zunehmende Rolle beim Infektionsgeschehen in Deutschland. Das schreibt das RKI in seinem wöchentlichen Lagebericht vom Donnerstagabend. In der Zeit vom 28. Juni bis 25. Juli sind demnach 3.662 Fälle gemeldet worden, in denen die Betroffenen dem Virus wahrscheinlich im Ausland ausgesetzt waren. Als wahrscheinliche Infektionsländer in den vier betrachteten Wochen wurden Spanien, die Türkei und die Niederlande am häufigsten genannt, vor Kroatien und Griechenland. Der überwiegende Anteil der Corona-Übertragungen finde allerdings weiterhin innerhalb Deutschlands statt, betont das RKI - die Rede ist von mindestens 81 Prozent. Angaben zum wahrscheinlichen Infektionsland liegen bei weitem nicht bei jedem Fall vor. In Deutschland wird die deutlich ansteckendere Delta-Variante in einer Stichprobe mittlerweile in rund neun von zehn Fällen gefunden (91 Prozent).


19:50 Uhr

Apotheken: Impfzertifikate schrittweise wieder erhältlich

Erste Apotheken in Deutschland stellen nach einer Unterbrechung wieder digitale Corona-Impfzertifikate aus. Schrittweise werde begonnen, den Service für Geimpfte wieder anzubieten, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) heute in Berlin mitteilte. Wer das Zertifikat haben möchte, solle sich jedoch vorab auf der Internetseite www.mein-apothekenmanager.de informieren, welche Apotheke man zu dem Zweck aufsuchen kann. Man rechne damit, dass in den nächsten Tagen die allermeisten Apotheken wieder an das notwendige System angeschlossen seien, sagte ein Abda-Sprecher.

Vor gut einer Woche hatte der Deutsche Apothekerverband (DAV) das Ausstellen der digitalen Zertifikate nach Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt. Grund waren Hinweise auf eine Sicherheitslücke. Dem "Handelsblatt" war es demnach gelungen, "mithilfe von professionell gefälschten Dokumenten" auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber zu erzeugen, mit dem dann zwei Impfzertifikate online ausgestellt worden seien. "Alle erteilten Zugänge wurden überprüft und verifiziert; dabei wurde die Rechtmäßigkeit aller anderen Zugänge bestätigt", bekräftigte die Abda nun. Auch technische Schritte für mehr Sicherheit seien umgesetzt worden.


19:32 Uhr

Strengere Regeln in Wolfsburg geplant

In Wolfsburg ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf 57,1 gestiegen. Derzeit wird deshalb über strengere Maßnahmen beraten, ab Montag sollen sie dann gelten. Ausnahmen soll es bei Schwimmbädern und im Einzelhandel geben. Dass ausgelassene Feiern von Fans der italienischen Nationalmannschaft nach deren EM-Sieg die Ursache für die steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen sind, glaubt man bei der Stadt eher nicht. Laut Gesundheitsdezernentin Monika Müller ist die Inzidenz aufgrund einiger kleinerer Infektionsherde gestiegen, zum Beispiel durch Reiserückkehrende.

Weitere Informationen
Mehrere Menschen betreten in Wolfsburg das Rathaus. © dpa - Bildfunk Foto: Jochen Lübke

Wolfsburgs Corona-Inzidenz sinkt wieder unter 50er-Marke

Dennoch gelten Verschärfungen: Nur noch zehn Menschen aus drei Haushalten dürfen sich treffen. Es gibt aber Ausnahmen. mehr


19:05 Uhr

Impfzentrum in Bremer Messehallen schließt Ende September

Das Impfzentrum in den Bremer Messehallen schließt Ende September. Das hat eine Sprecherin des Gesundheitsressorts "buten un binnen" bestätigt. Zum genauen Zeitpunkt machte sie noch keine Angaben. Wie es danach weitergehen soll, werde aktuell noch geplant. Auch der Ort, an dem der Impfstoff künftig gelagert werden soll, stehe noch nicht fest. Das Impfzentrum in Bremen Nord ist bereits dicht, das Bremerhavener Zentrum soll Anfang September schließen. Bremen will vermehrt auf mobile Impfteams setzen, so die Sprecherin. Hintergrund ist auch, dass der Bund ab Ende September die finanzielle Unterstützung der Impfzentren einstellt.


18:50 Uhr

27 Neuinfektionen im Land Bremen gemeldet

Im Land Bremen sind heute 27 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Gesundheitsämter meldeten 25 Fälle aus Bremen und zwei aus Bremerhaven. Vor einer Woche waren 26 Neuinfektionen gemeldet worden. Der Inzidenzwerte steigen in beiden Städten leicht. In Bremen klettert die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen von 21,1 auf jetzt 21,3. In Bremerhaven steigt der Wert von 15,0 auf nun 15,8.


18:43 Uhr

Impfzentrum Hannover gibt 20.000 zusätzliche Impfdosen frei

Die Zeiten des knappen Impfstoffes sind vorbei: Im Impfzentrum Hannover sind jetzt 20.000 Dosen kurzfristig frei geworden. Das Angebot reicht nach Feuerwehrangaben bis in die zweite Augustwoche hinein. Wer sich jetzt für seine erste Corona-Impfung in Hannover entscheidet, der kann sich mit Biontech oder Moderna schützen lassen. Die Termine werden ausschließlich über das Impfportal vergeben.


18:15 Uhr

Althusmann lobt Tempo bei der Impfstoff-Abfüllung in Hameln

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat die Produktionsausweitung der Firma Siegfried in Hameln zur Abfüllung von Corona-Impfstoff gelobt. "Innerhalb von zwölf Monaten ist hier etwas auf den Weg gebracht worden, wofür wir normalerweise zwei bis drei Jahre brauchen", sagte der CDU-Politiker heute im Rahmen seiner Sommerreise in Südniedersachsen. In Hameln füllt das Schweizer Unternehmen Siegfried den Impfstoff von Biontech und Pfizer ab. Das Vakzin wird an den Standort geliefert und zum weiteren Verbrauch steril abgefüllt. Damit sei das Unternehmen ein wichtiger Teil der Kette zur Bekämpfung der Pandemie und somit auch ein wichtiger wirtschaftspolitischer Faktor für Niedersachsen. Althusmann geht davon aus, dass der Standort weiter wachsen wird. In Sinne einer langfristigen Pandemie-Bekämpfung gelte es solche Kapazitäten vorzuhalten. Mit Blick auf eine möglicherweise notwendige dritte Impfung könnte es gar eine Ausweitung geben.


17:43 Uhr

Schwerins OB fordert Ende der Corona-Maßnahmen

Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier (SPD) hat sich für ein baldiges Ende der Corona-Beschränkungen ausgesprochen. Kontaktbeschränkungen, Testpflichten und Quarantäne für ganze Schulklassen sollten möglichst bald der Vergangenheit angehören, sagte Badenschier bei NDR MV LIVE. Seit Ausbruch der Pandemie sei es durch einschneidende Maßnahmen und eine gesellschaftliche Kraftanstrengung gelungen, das Gesundheitssystem vor der Überlastung zu bewahren und unzählige Menschenleben zu retten. Inzwischen seien aber viele, insbesondere ältere und gefährdete Menschen geimpft und jeder könne sich impfen lassen. Bei Jüngeren sei allen Erfahrungen zufolge die Gefahr, schwer zu erkranken, äußerst gering. "Deswegen ist es an der Zeit, über die Aufhebung von Corona-Beschränkungen zu diskutieren, statt mit Impfpflicht, Schulschließungen oder neuen Lockdowns unverhältnismäßige Kollateralschäden zu riskieren", sagte Badenschier.

Der SPD-Politiker, der vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister als Klinikarzt tätig war, beklagte, dass durch unzureichende Quarantänevorschriften für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten im Ausland die Delta-Variante in Deutschland bereits weit verbreitet sei. "Die jetzige Debatte um eine verschärfte Testpflicht greift zu kurz und kommt zu spät", sagte Badenschier mit Blick auf den Schulstart in Mecklenburg-Vorpommern an diesem Montag.


17:13 Uhr

22 Neuinfektionen in MV gemeldet - Inzidenz steigt auf 8,8

Der steigende Trend bei den Corona-Zahlen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich heute fortgesetzt. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) meldete 22 nachgewiesene Neuinfektionen. Das waren doppelt so viele wie vor einer Woche. Die Inzidenz stieg zum Vortag um 0,8 auf 8,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 3,0 gelegen. Zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wurden gemeldet. Die Gesamtzahl liegt damit im Nordosten bei 1.179. Am höchsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin in Schwerin mit 20,9, am niedrigsten im Landkreis Vorpommern-Rügen mit 1,3. Sechs Covid-19-Patienten liegen in den Krankenhäusern, vier mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen ist kein Corona-Patient gemeldet worden.


17:02 Uhr

HH: Nur 55 Cocktailbar-Besucher nehmen an Reihentest teil

An dem Reihentest wegen eines möglichen Corona-Ausbruchs in einer Hamburger Cocktailbar haben lediglich 55 Barbesucher teilgenommen. Von 165 angemeldeten Personen seien heute nur 39 zum Test in der "Sands Bar" am Dammtor erschienen, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde. 16 weitere seien spontan vorbeigekommen. Die Gesundheitsbehörde geht davon aus, dass am vergangenen Sonnabend bis zu 500 Personen in Kontakt mit einem später positiv getesten Gast gekommen sein könnten, und hatte zu dem Reihentest aufgerufen. Als mögliche Gründe für das Fernbleiben wurde angeführt, dass viele der Betroffenen bereits geimpft sein könnten und eine Quarantäne auch durch ein negatives Testergebnis nicht beendet werden könne. Außerdem hätten sich Personen mit Symptomen möglicherweise auch schon vor der Reihentestung eigenständig über den Arztruf testen lassen. Dennoch sei es äußerst wichtig, bei einem möglichen Ausbruch mit einem Test zur Eingrenzung des Geschehens beizutragen, betonte die Sprecherin. Alle Ergebnisse würden voraussichtlich am Montag vorliegen.


16:47 Uhr

64,1 Prozent der Menschen im Norden mindestens einmal geimpft

Das Tempo der Corona-Impfquote in Deutschland nimmt weiter ab. Am Mittwoch wurden bundesweit 648.819 Impfdosen verabreicht - weniger waren es an einem Mittwoch zuletzt am 31. März (336.203). Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind inzwischen 50,9 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft - das sind 42,36 Millionen Menschen. In den norddeutschen Bundesländern liegt die Quote der Zweitimpfungen bei 51,3 Prozent. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge inzwischen 61,3 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 51,01 Millionen Menschen verabreicht bekommen. Im Norden sind es im Schnitt sogar schon 64,1 Prozent. Bei den Bundesländern liegt Bremen mit 59,2 Prozent Bevölkerungsanteil der vollständig Geimpften weiterhin an der Spitze, genau wie bei den Erstimpfungen mit 70,3 Prozent.

Weitere Informationen
Geimpfte in Norddeutschland

Corona-Impfquote: Aktuelle Zahlen zu den Impfungen im Norden

Wie viele Menschen in Norddeutschland haben bislang eine Corona-Impfung erhalten? Aktuelle Zahlen zur Impfquote. mehr


16:16 Uhr

SPD fordert Kostenübernahme für PCR-Tests von Reiserückkehrern

Der Staat muss nach Ansicht der SPD-Fraktion die Kosten für geplante PCR-Tests für Rückkehrer aus Corona-Hochrisikogebieten übernehmen. Nach den Plänen des Gesundheitsministeriums sollten bei Einreise aus einem solchen Land Schnelltests zur Abkürzung der Quarantäne bald nicht mehr ausreichen, sagte der parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider der Deutschen Presse-Agentur. Die dann geforderten PCR-Tests seien aber erheblich teurer. "Für eine Familie kann das schnell mehrere hundert Euro betragen", sagte Schneider. Der Urlaub dürfe nicht zur Kostenfalle werden.

Die Pläne des Gesundheitsministeriums sehen eine generelle Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland vor, um die Corona-Ausbreitung zu bremsen. Ein mit anderen Ressorts abgestimmter Entwurf sieht ein Inkrafttreten am 1. August vor. Er soll aber noch weiter beraten werden. Grundsätzlich müssten dann alle Einreisenden ab sechs Jahren einen negativen Test, eine zurückliegende Coronaerkrankung oder eine vollständige Impfung nachweisen. Wer aus einem Hochrisikogebiet kommt und nicht geimpft oder genesen ist, müsste für zehn Tage in Quarantäne gehen. Diese könnte frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen PCR-Test beendet werden.


15:45 Uhr

Niedersachsen: FDP fordert Sondersitzung des Gesundheitsausschusses

Die FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat eine Sondersitzung des Sozialausschusses im Landtag gefordert, bevor am 10. August Bund und Länder zu Beratungen über die Corona-Pandemie zusammenkommen. Die dort zu treffenden Entscheidungen seien "von solcher Tragweite", dass eine vorhergehende parlamentarische Beratung "zwingend erforderlich" sei, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Birkner heute in Hannover. Das Treffen der Ministerpräsidenten war auf den 10. August vorgezogen worden, nachdem die Regierungschefs mehrerer Länder angesichts steigender Infektionszahlen schnelle Beratungen gefordert hatten.


15:05 Uhr

Hamburger Härtefallhilfen werden erweitert und verlängert

Hamburger Unternehmerinnen und Unternehmer, für die bislang aus den unterschiedlichsten Gründen keine Corona-Hilfen in Frage kamen, können eine Förderung aus dem Härtefallfonds der Stadt beantragen. Für die Hamburger Wirtschaft stehen insgesamt 38,36 Millionen Euro bereit. Die Hälfte davon kommt vom Bund, die andere Hälfte aus Hamburg. Anträge können nun bis zum 31. Oktober gestellt werden.


14:40 Uhr

Testpflicht: Ministerium legt Entwurf vor

Zur geplanten generellen Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland hat das Gesundheitsministerium inzwischen einen ersten Entwurf vorgelegt. Danach müssen künftig alle Reise-Rückkehrer ab sechs Jahren negativ getestet, genesen oder vollständig geimpft sein und dies auch nachweisen können. Dabei spielt keine Rolle, von wo und auf welchem Weg sie nach Deutschland kommen. Die entsprechende Verordnung sollte eigentlich bereits am Sonntag in Kraft treten. Zwischen den einzelnen Ministerien besteht aber noch Abstimmungsbedarf.


14:15 Uhr

Seehofer will kostenlose Corona-Tests beibehalten

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist dagegen, Corona-Tests für Nicht-Geimpfte bald kostenpflichtig zu machen. "Solange die Pandemie anhält, würde ich nichts an der Kostenfreiheit ändern. Ich möchte, dass denen, die weder geimpft noch genesen sind, die Chance des Tests bleibt" sagte Seehofer der "Mittelbayerischen Zeitung". "Was glauben Sie, wie viele Leute den Test nicht mehr machen oder machen können, wenn er nicht kostenfrei ist? Damit könnte ein verstecktes Infektionsgeschehen stattfinden", warnte er. Seehofer stellte sich damit gegen jüngste Überlegungen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) und auch von CSU-Chef und Bayerns Regierungschef Markus Söder.


14:00 Uhr

Inzidenzen steigen im Norden flächendeckend

Seit Anfang Juli steigt die Inzidenz nicht nur in einzelnen Hotspots, sondern in fast allen Kreisen Norddeutschlands. Das Chart zeigt, dass es sich nicht um einzelne Ausbrüche in begrenzten Gebieten handelt, die vergleichsweise leichter einzudämmen wären, sondern um einen flächendeckenden Anstieg. Zwar hat sich das anfangs sehr schnelle Wachstum verlangsamt, aber einige Landkreise haben bereits die Schwelle von 50 Infizierten pro hunderttausend Einwohner überschritten. Eine Trendumkehr zeichnet sich derzeit nicht ab. Allerdings sind insbesondere die vulnerablen Gruppen in Deutschland mittlerweile durch Corona-Impfungen gut geschützt, insofern steht der Faktor Inzidenz zur Einschätzung der Lage möglicherweise vor einer Neubewertung.


13:40 Uhr

MV: Neue Webseite zur Corona-Lage an Schulen

Eltern und Schüler können sich ab sofort auf einem Internetportal über die Corona-Situation an den Schulen im Land informieren. Die Universitätsmedizin Greifswald und ihr Pendant in Rostock stellen dazu regelmäßig Informationen auf der Website www.schugi-mv.de zu Verfügung, wie das Gesundheitsministerium heute bekannt gab. Die Webseite informiert etwa über die Zahl der Infektionen an Schulen. In einem geschützten Bereich sollen sich zudem Schulen zum Umgang mit der Pandemie austauschen können. Seit Dezember erforschten die Experten in Greifswald und Rostock das Corona-Infektionsgeschehen an Schulen im Land, hieß es.


13:18 Uhr

Niedersächsischer Disco-Betreiber geht gegen Schließung vor

Ein Diskothekenbetreiber aus der Grafschaft Bentheim geht per Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg gegen die Schließung seines Clubs vor. Er will ein Normenkontrollverfahren anstoßen. Es gebe keine Belege dafür, dass Diskotheken generell Pandemietreiber seien, sagte Clubbesitzer Holger Bösch aus Schüttorf dem NDR in Niedersachsen. Er musste seine Veranstaltungsräume nach der kurzfristigen Änderung der Corona-Verordnung der niedersächsischen Landesregierung schließen, weil die Inzidenz in der Grafschaft bei mehr als 10 liegt.

Weitere Informationen
Tanzende Menschen in einer Disco. © colourbox Foto: Pressmaster

Clubbetreiber reicht Eilantrag gegen Disco-Schließung ein

Holger Bönsch aus Schüttorf sieht Diskotheken nicht als Infektionstreiber. Das Land hingegen hält Clubs für Hotspots. mehr


12:57 Uhr

Scharbeutz führt Nacht-Alkoholverbot ein

Für Teile von Scharbeutz (Kreis Ostholstein) hat die Gemeinde ein grundsätzliches Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen ausgesprochen. Der Alkohol darf dort nicht nur nicht getrunken, sondern auch nicht mitgeführt werden. Das Verbot gilt vorerst von morgen bis zum 15. September zwischen 23 Uhr und 6 Uhr. Als Begründung führt die Gemeinde an, dass es in den vergangenen Wochen vermehrt zu größeren Ansammlungen Jugendlicher in den genannten Bereichen gekommen sei, die zum Teil dort randaliert und gepöbelt hätten. Verstöße können laut Gemeinde mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.

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Scharbeutz © NDR Foto: Ariane Peters

Scharbeutz: Nächtliches Alkoholverbot bis Mitte September

Jugendliche hatten dort zuletzt mehrfach randaliert. Die Nachbargemeinden wollen zunächst nicht reagieren. mehr


12:50 Uhr

Impfaktion am Strand von Lubmin ab Montag

Es ist wohl deutschlandweit die erste Impfaktion am Strand: Badegäste und Spaziergänge sollen sich Anfang kommender Woche in einem Zelt neben der Seebrücke von Lubmin ihren Piks abholen können. Das teilte der Landkreis Vorpommern-Greifswald heute mit. Die Aktion soll am Montag und Dienstag jeweils von 10 Uhr bis 17 Uhr stattfinden. Geimpft werde wahlweise mit dem Serum von Biontech/Pfizer oder Johnson & Johnson. Interessierte sollten Personalausweis und Impfpass mitbringen. Bereits morgen bietet der Landkreis beim "Sommernachtsimpfen" Interessierten die Möglichkeit, sich im Schnelltestzelt am Greifswalder Fischmarkt von 20 Uhr bis 1 Uhr ohne Termin und mit Musikbegleitung impfen zu lassen.


12:11 Uhr

89 neue Fälle in Hamburg - Inzidenz sinkt

In Hamburg sind 89 neue Corona-Fälle registriert worden. Wie die Sozialbehörde bekannt gab, sind das 25 Neuinfektionen weniger als heute vor einer Woche und 20 weniger als gestern. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 33,1 gestern auf 31,8 heute. Vor einer Woche lag der Inzidenzwert bei 21,0. Seit Beginn der Pandemie sind den Angaben zufolge in der Hansestadt insgesamt 1.613 Menschen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Damit sind vier weitere Todesfälle registriert worden.


12:05 Uhr

RKI-Korrektur: 331 Neuinfektionen in Niedersachsen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat den aktuellen Infektionswert für Niedersachsen korrigiert. Den Angaben vom Vormittag zufolge wurden 331 labordiagnostisch bestätigte Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landesdurchschnitt steigt leicht. Sie liegt jetzt bei 16,4 Fällen je 100.000 Einwohner (Vortag: 15,8 Fälle). Landesweit gab es nach den neuen RKI-Angaben einen weiteren Todesfall.


11:58 Uhr

RKI korrigiert heutige Infektionszahlen: 3.142 neue Fälle

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in gut drei Wochen auf mehr als das Dreifache gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt sie nun bei 16 - am Vortag betrug der Wert 15 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3.142 Neuinfektionen. Das RKI revidierte am Vormittag seine Angaben aus der Nacht. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.890 Ansteckungen gelegen, wahrscheinlich fehlten damals jedoch 19 Neuinfektionen aus Brandenburg. Deutschlandweit wurde den Angaben vom Vormittag zufolge binnen 24 Stunden 21 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle gewesen. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.607.


10:56 Uhr

Niedersachsen: Mehr als die Hälfte ist vollständig geimpft

Laut Robert Koch-Institut haben nun auch 50,6 Prozent der Niedersachsen den vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus. 64,2 Prozent haben bis heute mindestens eine Impfung erhalten. Mit niedrigschwelligen Impfangeboten sollen jetzt auch diejenigen erreicht werden, die bislang noch nicht geimpft wurden. Zuletzt war die Impfkampagne ins Stocken geraten.


10:44 Uhr

Neue Einschränkungen für Kieler Woche

Eigentlich sollte die Kieler Woche in diesem Jahr vom 4. bis 12. September fast so "wie früher" gefeiert werden. Weil aber die Corona-Zahlen wieder steigen, hat sich die Stadt entschieden, die Planungen anzupassen. Auf große Bühnen, ausgedehnte Flanier- und Spielbereiche wird verzichtet. Windjammerparade, ein Feuerwerk, Segeln, dezentrale Stadtteilfeste und das Segelkino sollen trotzdem stattfinden. "Für die Eventflächen und Märkte wäre eine kurzfristige Absage aufgrund einer angespannten Infektionslage mit einem hohen wirtschaftlichen Risiko für alle Partnerinnen und Partner verbunden", erklärt der Kieler Bürgermeister Ulf Kämpfer (SPD).

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Zahlreiche Zuschauer schauen sich die vorbeifahrenden Schiffe bei der Windjammerparade 2019. © NDR Foto: Gino Laib

Kieler Woche fällt doch kleiner aus - Frust bei Veranstaltern

Wegen steigender Corona-Zahlen sollen nun doch keine großen Eventflächen eingerichtet werden. Stornierungen sind die Folge. mehr


10:34 Uhr

Norddeutscher Arbeitsmarkt weiter auf Erholungskurs

Die Wirtschaft lässt die Corona-Krise Schritt für Schritt hinter sich: In Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg gab es im Juli deutlich weniger Arbeitslose als vor einem Jahr. Auch im Vergleich zum Vormonat gibt es in drei der vier Länder saisonuntypisch einen Rückgang der Arbeitslosigkeit - nur Schleswig-Holstein schert aus.


10:16 Uhr

Virologe Schmidt-Chanasit: Pooltests für Reiserückkehrer statt Schnelltest

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hat dafür plädiert, Reiserückkehrer im Falle einer Testpflicht nach ihrem Urlaub mit einer sogenannten Pooltestung auf das Coronavirus zu kontrollieren. Dabei werden mehrere Abstriche zusammengefasst und geprüft. "Wir kennen die ganzen Nachteile auch der Schnellteste, und sie kosten ja auch nicht unerheblich. Insofern wäre hier sicherlich eine Pooltestung mittels PCR-Verfahren durchaus überlegenswert", sagte Schmidt-Chanasit dem Radiosender Bayern 2. Eine Testpflicht für Reiserückkehrer sei dabei "nicht prinzipiell schlecht". Der Test aller sei besser "als ein sehr kompliziertes Regelwerk, das vielleicht dann wenig Effekt hat". Hintergrund sei auch, dass die Qualität der Tests in den Urlaubsländern unterschiedlich sei, so der Tropenmediziner des Bernhard-Nocht-Instituts. "Da wird viel Schindluder getrieben."


10:13 Uhr

Impfaktionen für Eltern an Kitas sind in MV angepeilt

Das Sozialministerium will mit Impfangeboten an Kitas die Eltern erreichen. "Dort können Impfaktionen durchgeführt werden, wenn die erforderlichen Ressourcen und eine entsprechende Nachfrage vorhanden sind", bot Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) an. Gemeinsam mit dem Impfmanager des Landes sowie den Verantwortlichen der Landkreise und kreisfreien Städte solle dazu ein Konzept entwickelt werden. Außerdem soll die Corona-Testpflicht für ungeimpftes Kita-Personal aufrechterhalten werden, um das Virus von den Einrichtungen fernzuhalten und Schließungen in der befürchteten vierten Welle im Herbst und Winter zu vermeiden. Alle Beschäftigten in den Kindertageseinrichtungen hätten ein Impfangebot erhalten, so Drese. "Für zweifach Geimpfte und Genesene entfällt die Testpflicht." Außerdem sollen CO2-Messgeräte angeschafft werden, um die Raumluft zu kontrollieren. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten könne ein gutes Lüftungsmanagement in den Einrichtungen die Ansteckungsgefahr reduzieren. Wer aus einem Risikogebiet zurück komme, dem bleibe die Kindertagesförderung für die Dauer der eventuellen Quarantäne verwehrt. In Mecklenburg-Vorpommerns Kitas und Horten werden rund 110.000 Kinder betreut. Am Montag beginnt das neue Schuljahr, dann kehren auch viele Kinder aus dem Urlaub in die Kitas zurück.

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Eine Frau zieht eine Spritze auf. © picture alliance/dpa Foto: Swen Pförtner

Drese will Eltern-Impfungen in den Kitas

Eine mögliche vierte Corona-Welle soll nicht dazu führen, dass Kitas wieder geschlossen werden. Sozialministerin Drese (SPD) hat Maßnahmen präsentiert, die Linke ist verwundert. mehr


09:36 Uhr

Gewerkschaft der Polizei sieht Test-Kontrollen an Grenzen skeptisch

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bewertet die Kontrollen der Testpflicht an Grenzen skeptisch. Der GdP-Vorsitzende für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, hält bestenfalls stichprobenartige Kontrollen an den Grenzen für machbar. Umfänglichere Überprüfungen, die vielleicht wünschenswert wären, seien personell und von der Infrastruktur her von der Polizei nicht zu realisieren.


08:42 Uhr

Nur noch gut ein Viertel arbeitet von zu Hause aus

Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie arbeiten mehr und mehr Beschäftigte in Deutschland wieder in der Firma. Im Juli war laut der jüngsten monatlichen Umfrage des Münchner Ifo-Instituts nur noch ein Viertel der Beschäftigten (25,5 Prozent) ganz oder zeitweise im Homeoffice, eine Fortsetzung des rückläufigen Trends der vergangenen Monate. Im Juni waren es noch 28,4 Prozent gewesen. Die Münchner Ökonomen führen das nicht nur auf das Ende der Homeoffice-Pflicht für Unternehmen zurück: "Die Menschen suchen wieder häufiger den persönlichen Kontakt im Büro", sagte Ifo-Wissenschaftler Jean-Victor Alipour heute. Überdurchschnittlich häufig in den eigenen vier Wänden arbeiten nach wie vor Beschäftigte in Dienstleistungsberufen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil bekräftigte im Gespräch mit der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" , dass er die Anfang Juli ausgelaufene Homeoffice-Pflicht notfalls wieder in Kraft setzen will. Auf einen bestimmten Inzidenzwert wollte er sich aber nicht festlegen.


08:24 Uhr

USA: Impfpflicht für Google- und Facebook-Beschäftigte

Mitarbeitende der Internet-Riesen Google und Facebook in den USA müssen sich impfen lassen, bevor sie in die Büros zurückkehren. Das kündigten beide Unternehmen gestern unabhängig voneinander an. Google-Chef Sundar Pichai erklärte, die Regelung betreffe zunächst die Vereinigten Staaten, werde in den kommenden Monaten aber auch für andere Regionen gelten, sobald dort Impfungen weithin verfügbar seien. Ausnahmen sollen für Menschen gelten, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Facebook werde "verlangen, dass jeder geimpft wird, der einen unserer Standorte in den USA besucht", sagte Vizepräsidentin Lori Goler der Nachrichtenagentur AFP. Die Homeoffice-Regelung wird in beiden Unternehmen wegen der erneut steigenden Corona-Zahlen bis Oktober verlängert. 


07:49 Uhr

Niedersachsens Hausärzteverband: Brauchen mehr Daten zu Drittimpfung

Ältere Menschen sollen laut Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) ab Herbst eine dritte Corona-Impfung bekommen können. Der Landes-Hausärzteverband hält den Vorstoß für verfrüht. Es gebe noch nicht ausreichend wissenschaftliche Daten darüber, ob vollständig Geimpfte schwer erkrankten, sagte Vize-Chef Jens Wagenknecht. Wenn Todesfälle und schwere Erkrankungen durch die bestehende Immunisierung verhindert werden könnten, könne man möglicherweise auf die Auffrischung verzichten. Zudem müsse man die Empfehlung der Ständigen Impfkommission abwarten.

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Die 84-jährige Karin Sievers wird im Hospital zum Heiligen Geist mit der zweiten Corona-Impfung geimpft. In dem Alten- und Pflegeheim in Poppenbüttel waren am 27. Dezember 2020 die ersten Bewohner und Mitarbeiter in Hamburg gegen das Virus geimpft worden. © picture alliance / dpa Foto: Axel Heimken

Dritte Impfung für Senioren: Hausärzte kritisieren Pläne

Vize-Verbandschef Wagenknecht hält Impf-Auffrischungen für Heimbewohner im Herbst für verfrüht. Es gebe zu wenig Daten. mehr


07:20 Uhr

Spahn widerspricht RKI-Chef Wieler

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) widerspricht dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, in der Debatte um die Bedeutung der Inzidenz als Leitindikator in der Pandemie. "Mit steigender Impfrate verliert die Inzidenz an Aussagekraft", sagte Spahn der Zeitung "Bild". Daher brauche es "zwingend weitere Kennzahlen, um die Lage zu bewerten", etwa die Zahl der neu aufgenommenen Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus. Aber: Noch seien "bei Weitem nicht ausreichend Menschen in Deutschland geimpft, um ganz auf den Blick auf die Inzidenz verzichten zu können". RKI-Chef Wieler hatte am Montag in einer Bund-Länder-Schalte eine Niedrig-Inzidenz-Strategie gefordert und vor einer vierten Welle gewarnt. 


06:58 Uhr

Scholz für kostenpflichtige Tests

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist dafür, Corona-Tests in absehbarer Zeit für viele Bürgerinnen und Bürger kostenpflichtig zu machen. Auf einer Veranstaltung in Berlin sagte der ehemalige Hamburger Bürgermeister, es sei nicht einzusehen, dass der Staat Tests bezahle, wenn es die bessere Alternative des Impfens gebe. Das berichtet tagesschau.de. Die Gebühr solle aber nicht sehr hoch sein, so Scholz. In Schulen und Betrieben sowie für diejenigen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, sollten die Tests kostenlos bleiben.


06:38 Uhr

Ministerpräsidenten unterstützen Testpflicht für Urlaubsrückkehrer

Die geplante generelle Corona-Testpflicht für Urlaubsheimkehrerinnen und -heimkehrer, die keinen Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung haben, wird von mehreren Bundesländern unterstützt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Tests seien der zentrale Baustein, um das Infektionsgeschehen in der ungeimpften Bevölkerung einzudämmen. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) betonte, aus dem vergangenen Jahr wisse man, dass Reiserückkehrer viel zum Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen hätten. Verpflichtende Tests seien ein kleiner Mehraufwand, schafften aber viel Sicherheit. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) erklärte, jeder, der mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug einreise und nicht geimpft oder genesen sei, müsse einen negativen Test nachweisen können.


06:33 Uhr

Tests bei Einreise nach Deutschland - Schnellschuss oder sinnvolle Maßnahme?

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht Druck. Er fordert, dass eine Corona-Testpflicht für alle, die aus dem Ausland einreisen, bereits bis Sonntag eingeführt werden soll. Die Bundesregierung bestätigt, dass sie an neuen Regeln arbeitet. Offen ist aber, wann diese in Kraft treten sollen. Auch viele weitere Fragen sind ungeklärt. Bei vielen Urlauberinnen und Urlaubern dürfte das für Verunsicherung und Ärger sorgen. Das zeigte auch die gestrige Redezeit auf NDR Info.


05:40 Uhr

Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt über den Wert von 20

Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist auf einen Wert über 20 geklettert: Sie liegt nun bei 20,3 - nach 18,1 gestern und 10,5 vor einer Woche. Nach Angaben der Landesmeldestelle wurden landesweit 116 Fälle neu übermittelt. Genau eine Woche zuvor waren es noch 56 Neuinfektionen binnen eines Tages. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2 Gestorbenen erhöhte sich nicht. Sie liegt weiter bei 1.634. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte weiterhin Kiel (37,7) gefolgt von Pinneberg (33,2) und Nordfriesland (30,1). Den niedrigsten Wert wies der Kreis Plön mit 3,9 auf.


05:30 Uhr

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05:30 Uhr

Service: Inzidenzwert für Ihren Wohnort ermitteln

Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Inzidenz in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein:


05:30 Uhr

NDR.de Live-Ticker am Donnerstag startet

NDR.de wünscht einen schönen guten Morgen! Wir halten Sie auch am heutigen Donnerstag, 29. Juli, über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Laufenden. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen.

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