Eine übergroße 1-Euro-Münze vor Publikum. © dpa picture alliance Foto: Boris Roessler

Abschied von der D-Mark - Die Euro-Einführung vor 20 Jahren

Sendung: NDR Info Hintergrund | 03.01.2022 | 20:33 Uhr | von Ursula Mayer
25 Min | Verfügbar bis 03.01.2023

Seit 20 Jahren zahlen wir mit Euro und nicht mit DM. Die Währungsumstellung als Mammutaufgabe glückte, die wirtschaftliche Integration nur bedingt.

Am 1. Januar 2002 löste der Euro in Deutschland die D-Mark offiziell als Bargeld ab. Die Bundesbank verteilte die neuen Scheine und Münzen mit Hochsicherheitstransporten im Land - zu Banken und Sparkassen, Geldautomaten und Einzelhändlern. Die Währungsumstellung war für alle Beteiligten eine gigantische Aufgabe. Übergangsweise gab es zwei Währungen: Taxifahrer arbeiteten mit zwei Geldbeuteln, Händler mit zwei Kassen. Viele Kund*innen zahlten mit D-Mark und bekamen Euro heraus. Anfangs stieß der Euro auf große Skepsis, war zwischenzeitlich sogar als „Teuro“ verschrien, doch nach 20 Jahren zeigt sich: Der Euro ist mindestens genauso stabil wie die D-Mark. Auch Fälscher haben bei Euro-Münzen und -Scheinen kaum eine Chance.

Mittlerweile ist der Euro für 340 Millionen Menschen in 19 europäischen Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Auch wenn sich der Euro zu einer der wichtigsten Währungen der Welt entwickelt und die europäische Identität gestärkt hat - politische Risse hat er in der Wirtschafts- und Wertegemeinschaft nur bedingt kitten können. In der Europäischen Zentralbank, der obersten Währungshüterin, wirken national sehr unterschiedliche Kräfte. Gerade Deutschland fällt es immer wieder schwer, sich mit der lockeren Zins- und Geldpolitik der EZB zu arrangieren. 

Ein Starterkit vor einer Säule mit Countdown für den Euro. © dpa picture alliance Foto: Oliver Stratmann

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Der 1. Januar 2002 war der Start für den Euro. Ein historisches Ereignis und eine riesige logistische Herausforderung. mehr