Ein leeres Klassenzimmer. © NDR

Schulbehörde: Einige Prüfungen fallen weg

Stand: 10.01.2021 15:12 Uhr

Die Hamburger Schulbehörde hat jetzt Regelungen veröffentlicht, wie es in den Schulen weitergehen soll, wenn die Präsenzpflicht bis Ende Januar aufgehoben ist.

Einige Prüfungen in den Hamburger Schulen entfallen in der Zeit des Lockdowns. Konkret sind das die Hauptschulabschlussprüfung und die Prüfungen in den zehnten Klassen der Gymnasien, die entscheiden, ob die Schüler in die Oberstufe kommen oder nicht. Die Prüfungen zur Oberstufe sollen von den Fachlehrern durch Klassenarbeiten ersetzt werden. Und das Zeugnis des Hauptschulabschlusses soll sich nun aus den Einzel-Noten zusammensetzen.

Stühle und Tische stehen in einem Klassenraum mit Abstand nebeneinander. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild Foto:  Klaus-Dietmar Gabbert

AUDIO: Schulbehörde zu Prüfungen im Lockdown (1 Min)

Keine Klausuren im Januar für Schüler bis zur 10. Klasse

Für Schülerinnen und Schüler bis zur zehnten Klasse gibt es vorerst keine Klassenarbeiten. Die Schulen können sie später nachholen oder sogar darauf verzichten, wenn sich auch so klare Zeugnisnoten ergeben, heißt es in einem Schreiben an die Schulleitungen, das NDR 90,3 vorliegt. Für ältere Schülerinnen und Schüler gibt es aber Klausuren in den Schulen - das betrifft die Jahrgänge 11 und 12 an Gymnasien, sowie die Klassen 12 und 13 an Stadtteilschulen. Für Stadtteilschülerinnen und -schüler in der 11. Klasse gebe es im Januar ebenfalls keine Klausuren.

In der Regel Distanzunterricht

Nach dem Länder-Gipfel mit der Kanzlerin ist klar, dass die Präsenzpflicht bis Ende Januar an den Schulen aufgehoben bleibt. Es soll in der Regel Distanzunterricht geben, also Aufgaben per E-Mail und gemeinsame Klassenstunden über Videokonferenzen. Schüler, die zu Hause nicht lernen können, dürfen weiter zur Schule gehen und werden dort pädagogisch betreut.

Rabe: "Tiefe Spuren"

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) bezeichnete den Corona-Lockdown als eine große Belastung für die Schüler. "Es werden tiefe Spuren hinterlassen bei den Kindern und Jugendlichen, nicht nur im Bereich der kognitiven Bildung, sondern auch im Bereich der sozialen Bildung, auch der Persönlichkeitsentwicklung", sagte er. Die meisten der betroffenen Schüler hätten bereits im vergangenen Frühjahr 13 Wochen Unterrichtsausfall hinnehmen müssen. Beim sogenannten Distanzunterricht werde das Lernen trotz aller Bemühungen nicht die übliche Qualität haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.01.2021 | 07:00 Uhr

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