Auf einem Schreibtisch liegen Stifte und ein Mund-Nasen-Schutz. Eine Kinderhand schreibt. © picture alliance/dpa Foto: Uli Deck

Elternkammer fordert Homeoffice für Schülerinnen und Schüler

Stand: 20.10.2020 06:10 Uhr

Die Elternkammer kritisiert, wie derzeit Unterricht stattfindet. Hamburgs oberste Elternvertretung fordert von Schulsenator Ties Rabe (SPD), dass Schülerinnen und Schüler auch zu Hause lernen dürfen.

Angstfrei und gesund sollte in Hamburg gelernt werden können, sagt die Elternkammer, und schlägt zwei Modelle vor. So könnte der "verpflichtende Präsenz-Unterricht" wegen der Corona-Ansteckungsgefahr bis auf Weiteres ausgesetzt werden, sagen die Elternvertreterinnen und -vertreter. Das bedeutet: Wer will, sollte freiwillig zu Hause bleiben und dort lernen dürfen - unterstützt durch die Lehrkräfte.

Vorschlag: Klassen halbieren

Damit wolle man auf keinen Fall die Schulpflicht aufheben, sagte Marc Keynejad, der Vorsitzende der Elternkammer, zu NDR 90,3. Im Gegenteil: Man wolle so viel Unterricht wie möglich erhalten. Als zweiten Weg dazu schlägt die Kammer eine Halbierung der Klassen vor. Dann könnte auf zwei Räume verteilt unterrichtet werden. Bei der einen Gruppe wäre dann die Lehrerin oder der Lehrer, für die zweite Hälfte würde der Unterricht zeitweise übertragen.

Schulbehörde: Nicht praktikabel

Die Vorschläge seien weder sinnvoll noch praktikabel, sagte die Schulbehörde dazu. Könnten einzelne Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben, werde es unübersichtlich. Für den zweiten Vorschlag gebe es nicht genügend Räume und Technik.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.10.2020 | 06:00 Uhr

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