Stand: 22.09.2020 06:32 Uhr

Airbus will emissionsfreie Jets - Hamburg plant mit

Ein Airbus-Konzept zeigt Flugzeuge, die mit Wasserstoff angetrieben werden. © Airbus
So sollen die drei Modelle aussehen. Die Wasserstofftanks könnten am Heck untergebracht werden.

Der Flugzeugbauer Airbus will bis zum Jahr 2035 drei verschiedene emissionsfreie Jets in die Luft bringen. Einen großen Anteil an der Entwicklung der Modelle könnte dabei Hamburg haben. Das sagte Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos).

Mit Wasserstoff angetrieben

Ein Airbus-Konzept zeigt ein Flugzeug, das mit Wasserstoff angetrieben wird. © Airbus
Spektakuläres Konzept: Bei diesem Modell würden die Passagiere quasi in den Flügeln sitzen.

"ZEROe" nennt Airbus die drei Modelle, die alle mit Wasserstoff angetrieben werden können. Die Langstreckenversion ähnelt noch sehr klassischen Flugzeugen, die mit Turbinen angetrieben werden. Bei der Kurzstreckenversion setzt Airbus auf den Turoprop-Antrieb, also eine Turbine mit Propellern. Die Wasserstofftanks, die mehr Platz benötigen als herkömmliche Kerosintanks, will Airbus am Heck hinter der Passagierkabine anbringen.

Spektakulär mutet das dritte Modell an: Dabei verschmelzen die Tragflächen mit dem eigentlichen Rumpf. Passagiere könnten dabei auch in den Flügeln untergebracht werden.

Airbus-Chef setzt auf staatliche Unterstützungen

Airbus-Chef Guillaume Faury bezeichnete den Wechsel zu sauberen Antriebsarten als extrem wichtig für die Zukunft der Luftfahrt. Dabei sei man aber auch auf die Unterstützung von Regierungen angewiesen - also auf staatliche Unterstützung für die Luftfahrtforschung.

Hamburg sei an Bord, sagte Wirtschaftssenator Westhagemann. In der Hansestadt werde bereits jetzt an der Energiegewinnung aus grünem Wasserstoff sowie an Brennstoffzellen für Flugzeuge geforscht. Maßgeblich am Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung, das die Stadt in Finkenwerder gebaut hat.

Weitere Informationen
Beschäftigte demonstrieren gegen betriebsbedingte Kündigungen bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder © dpa Foto: Ulrich Perrey

Airbus: Arbeitnehmer demonstrieren gegen Stellenabbau

Im Streit um den geplanten Stellenabbau bei Airbus hat die IG Metall Kundgebungen in Norddeutschland organisiert. In Hamburg - wo 2.200 Jobs betroffen sind - fanden eine Demo und ein Autokorso statt. (08.09.2020) mehr

Ein Airbus A321 der Luftwaffe. © picture alliance / dpa Foto: Christoph Soeder

Luftwaffe ordert Langstrecken-Jets bei Airbus

Die Luftwaffe stockt ihre Flotte mit Flugzeugen von Airbus auf. Für einen dreistelligen Millionenbetrag orderte sie in Hamburg zwei neue Langstreckenjets vom Typ A321. (14.08.2020) mehr

Michael Westhagemann (parteilos) im Interview zu Wasserstoff im Hamburg Journal.

Hamburg will Wasserstoff-Wirtschaft etablieren

Bei Bussen, im Hafen und bei der Produktion: Hamburgs Wirtschaftssenator Westhagemann will stärker auf Wasserstoff als umweltfreundlichen Energieträger setzten. Die EU lockt mit Förderung. (15.07.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.09.2020 | 08:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Ein Mann trägt eine ver.di-Fahne. © dpa Foto: Daniel Bockwoldt

Warnstreik in Hamburg: Krankenhäuser und Kitas betroffen

Ver.di hat Pflegekräfte in den Asklepios-Kliniken und dem UKE aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen. Auch Kitas sind betroffen. mehr

Marvin Knoll (r.) vom FC St. Pauli im Duell mit Enrico Valentini vom 1. FC Nürnberg © Witters Foto: TayDucLam

Nur Remis, aber: Dieser FC St. Pauli macht Spaß!

Zweitligist FC St. Pauli hat sich von Nürnberg 2:2 getrennt. Für die überzeugenden Hamburger wäre mehr möglich gewesen. mehr

Schüler einer 7. Klasse der Max-Schmeling-Stadtteilschule sitzen zu Beginn des Unterrichts mit Mund-Nasen-Bedeckungen im Klassenraum. © picture alliance/Daniel Bockwoldt/dpa Foto: Daniel Bockwoldt

NDR Umfrage: Hälfte der Eltern mit Schulbetrieb unzufrieden

Schule in der Pandemie: Hälfte der Eltern im Norden ist unzufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt eine NDR-Umfrage. mehr

.

Hamburg überschreitet Corona-Warnwert

93 Corona-Neuinfektionen am Montag. Damit liegt Hamburg bei der Inzidenz über dem kritischen Wert von 50. mehr