Ein Schild weist auf die 2G-Regel hin. © picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer Foto: Michael Bihlmayer

2G in Hamburger Gastronomie: Unklarheiten bei der Umsetzung

Stand: 17.11.2021 06:22 Uhr

Die Ausweitung der 2G-Regeln kommt für die meisten Betroffenen in Hamburg nicht ganz überraschend. Vor allem die Gastronomie hatte damit gerechnet. Bei der Umsetzung haben Betreiberinnen und Betreiber aber noch Informationsbedarf.

Ungeimpfte Beschäftigte dürfen auch nach Sonnabend weiterhin im 2G-Betrieb arbeiten. Ein großes Fragezeichen steht aber noch hinter den dann nötigen Corona-Tests. Niklaus Kaiser vom Hotel- und Gaststättenverband plädiert für eine praktische Lösung nach dem Vier-Augen-Prinzip. "Wenn jemand morgens um halb sechs das Frühstücksbuffet im Hotel aufbaut, wo soll der vorher ins Testzentrum?", fragte Kaiser im Gespräch mit NDR 90,3. Aber: Mit 2G als Regel hätten jetzt alle Gäste Klarheit und müssten immer ihren Impfnachweis und einen Ausweis dabei haben.

Unklarheit noch bei Attesten

Klarheit fordert Maik Hennig vom Hamburger Barkombinat in Sachen Nachweise für Ungeimpfte. Ab Sonnabend gibt es auch eine 2G-Ausnahme für Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft sind. Wirte und Wirtinnen müssten daher dann wissen, welche Atteste gelten, um nicht gegen die Regeln zu verstoßen. Mit dieser Lockerung erhöht der Senat demnach den Druck auf die Gastronomie.

Schwierigkeiten bei den Kontrollen zu 2G

Allein für die Kontrolle der Gäste brauche man im Service eigentlich eine eigene Kraft, heißt es. Für Hotels ist es laut Verband Dehoga unmöglich, bis zum Wochenende den Impfstatus aller anreisenden Gäste abzufragen. Um diese trotzdem verpflegen zu dürfen, habe man bei der Wirtschaftsbehörde um eine Ausnahmeregelung gebeten. Das Hamburger Barkombinat will sich unterdessen erst zu den neuen Regeln äußern, wenn die Details der neuen Corona-Verordnung veröffentlicht wurden.

Unterschiede bei Friseur- und Kosmetiksalons

Dass ab Sonnabend unterschiedliche Regeln für Friseursalons und bei Kosmetikerinnen und Kosmetikern gelten, sorgt außerdem für Kritik von der Handwerkskammer. Die hätte sich gewünscht, dass auch kosmetische Behandlungen weiter unter 3G möglich sind. Beide Dienstleistungen sind demnach vergleichbar und überschneiden sich zum Teil.

Weitere Informationen
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.11.2021 | 06:30 Uhr

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