Geflüchtete kommen im Hamburger Hauptbahnhof an. © picture alliance / rtn - radio tele nord | rtn, frank bründel Foto: picture alliance / rtn - radio tele nord | rtn, frank bründel

Ukraine-Krieg: Hamburg will Geflüchtete bundesweit verteilen

Stand: 10.03.2022 16:09 Uhr

Bewältigt Hamburg auch in Zukunft die Aufnahme aller ukrainischen Geflüchteten? Bisher wurden etwa 3.000 registriert. Der Senat und die Wohnungsverbände setzen auf eine gleichmäßige Verteilung über das ganze Bundesgebiet.

Das Thema ist brisant und Hamburgs Politik möchte nicht als Bremser dastehen. Einerseits ist der Wunsch bei Senat, Verwaltung und Privatleuten groß, den Kriegsgeflohenen aus der Ukraine zu helfen. Andererseits laufen die Unterkünfte voll, während man in kleineren Städten kaum Zulauf von Ukrainerinnen und Ukrainer hat. Der Hamburger Senat erklärte NDR 90,3, Hamburg sei für eine gerechte Verteilung über das ganze Bundesgebiet. Doch die Geflüchteten hätten das Recht auf freie Wohnortwahl.

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Sorge vor Überforderung der Großstädte

Der Bund will noch nicht eingreifen, teilte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Mittwoch mit. Der Wohnungsverband VNW spricht offener. Er vertritt Genossenschaften und Saga. Direktor Andreas Breitner macht sich für eine Zuteilung von Geflüchteten stark. "Eine Wohnsitzauflage sollte jetzt die erste Wahl sein, um zu vermeiden, dass mittelfristig die großen Städte überfordert werden, deren Wohnungsmärkte ohnehin angespannt sind." Breitner sorgt sich vor noch höheren Mieten.

Kurzfristig 200 Wohnungen zur Verfügung gestellt

Der Wohnungsverband VNW stellte in Norddeutschland kurzfristig 200 Wohnungen für Flüchtlinge bereit. Nach der Erstaufnahme braucht man dauerhaft Wohnungen. Hier weiß Hamburgs Senat noch nicht, ob man wie 2015 erneut Expressbauten für Geflüchtete hochziehen will.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.03.2022 | 08:00 Uhr

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