Stand: 16.12.2019 08:10 Uhr  - Rund um den Michel

Toys Company macht Spielzeug-Spenden wieder fit

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Nur funktionierende und sichere Spielzeuge dürfen die Toys Company wieder verlassen.

Was sich in den Containern verbirgt ist jedes Mal eine Überraschung. "Ein Schaukelpferd", ruft Silke Merkel und hält das Spielzeug in die Höhe. "Es ist sogar eine Playstation drin. Da wird es bestimmt ein Kind geben, dass richtig Yeah schreit und happy ist." Was Merkel und ihre Kollegin von der Toys Company hier sortieren, sind alles Spenden für bedürftige Kinder. Denn gerade jetzt vor Weihnachten sind die Wunschzettel lang und viele Portemonnaies leer.

Spendenaktion erfolgreich

Jedes Jahr rufen die Stadtreinigung, die Hilfsorganisation Weißer Ring und die Toys Company in Hamburg kurz vor Weihnachten zum Spielzeug-Spenden auf und in diesem Jahr endete die Aktion mit einem Rekordergebnis: Rund 650 Kubikmeter Spielzeug wurden gespendet, so viel wie in zehn zweieinhalb Meter hohe und zwölf Meter lange Hochsee-Container passt. Das ist Rekord: Bisher kamen bei diesen Spenden-Aktionen im Schnitt 4,5 Container zusammen.

Toys Company macht Spielzeug-Spenden wieder fit

Rund um den Michel -

Die Toys Company sortiert, säubert und prüft Spielzeug, das Hamburgerinnen und Hamburger auf den Recyclinghöfen spenden. Die Spielsachen gehen an Kinder und Eltern mit wenig Geld.

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Spielzeug geht an bedürftige Kinder

Bevor die gebrauchten Spielsachen weiter verschenkt werden können, sind die rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Toys Company dran - eine von ihnen ist Silke Merkel. Sie sortieren, säubern und prüfen das Spielzeug. Denn nur funktionierende und sichere Spielzeuge dürfen das Haus wieder verlassen. "Für mich gab es diese Einrichtung nicht als mein Kleiner so klein war", sagt Merkel. "Ich hätte es bestimmt toll gefunden, wenn ich die Gelegenheit gehabt hätte, da ein Spielzeug zu kriegen. Ich hatte es manchmal ganz schön schwer."

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Auf dem ersten Arbeitsmarkt hat Silke Klann wenig Chancen, bei der Toys Company bekam sie eine Chance.
Projekt mit sozialem Charakter

Die Toys Company wurde im Juli 2006 als Projekt mit sozialem Charakter gegründet und wird aus Mitteln des Jobcenters gefördert. Wer länger keine Arbeit hat, kann hier eine Aufgabe finden, hilft anderen und wird gebraucht - wie Silke Klann. "Ich wurde Witwe und erstens mal alterstechnisch und zweitens gesundheitlich, körperlich, tauge ich für den ersten Arbeitsmarkt nicht", sagt Klann.

"Aber ich bin noch nicht so alt, dass ich gar nichts mehr machen kann. Dann wurde ich halt gefragt, von meinem Arbeitsvermittler, und so bin ich hier gelandet. Und wenn man sieht, dass Menschen sich darüber freuen, was wir hier machen, denen es ja auch zu Gute kommt, dann ist das eine ganz tolle Geschichte."

Spielzeug macht Kinder glücklich

Jedes Jahr reinigen, reparieren und erfassen sie bei der Toys Company Tausende gebrauchte Spielzeuge. Alles Spenden, die am Ende weiter verschenkt werden. An Kinder und Eltern mit wenig Geld. Wenn die Toys Company wieder ein Spielzeug erfolgreich vermittelt hat, dann macht das nicht nur ein Kind glücklich - sondern auch alle, die daran gearbeitet haben.

Dieses Thema im Programm:

Rund um den Michel | 01.12.2019 | 18:00 Uhr

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