Unfallfahrzeuge stehen an der Unfallstelle in der Hamburger Innenstadt. © TeleNewsNetwork Foto: Screenshot

Schwerer Unfall am Ballindamm: 33-Jähriger verurteilt

Stand: 27.09.2021 15:58 Uhr

Nach einem schweren Verkehrsunfall am Ballindamm Anfang Dezember hat das Hamburger Landgericht den Unfallfahrer am Montag wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Der 33-Jährige kommt aber nicht ins Gefängnis, sondern muss wegen einer psychiatrischen Erkrankung in Behandlung.

Die Kreuzung kurz vor dem Hauptbahnhof glich nach dem Unfall einem Trümmerfeld. Drei Autos waren komplett zu Schrott gefahren. Alle Fahrer waren schwer verletzt. Der Verursacher: ein früherer Mitarbeiter der Lufthansa-Technik. Der heute 33-Jährige war auf dem Weg zu seiner Frühschicht mit einem Mietwagen durch die Stadt gerast. Das Gaspedal drückte er bis zum Anschlag durch. Er wechselte auch immer wieder auf die Gegenfahrbahn, bis es zum Crash kam.

Unfallfahrer leidet an bipolarer Störung

Doch schuldig im juristischen Sinne ist der Mann nicht, urteilte das Landgericht. Er leidet an einer bipolaren Störung und hat den Unfall in einer manischen Phase verursacht. "Die große Gefahr, die von ihm ausging, hat er womöglich gar nicht erkannt," sagte die Vorsitzende Richterin. Die Kammer verurteilte den Mann zwar zur Unterbringung in der Psychiatrie. Da er im Prozess seine Erkrankung anerkannt hat, bekam er aber Bewährung und muss sich erst einmal nur ambulant behandeln lassen. Wenn er das abbricht, kommt er aber doch in die Psychiatrie.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.09.2021 | 17:00 Uhr

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