Stand: 25.11.2019 20:21 Uhr

Schulgesetz: Linkspartei fordert mehr Inklusion

Die Linksfraktion in der Stadt fordert ein neues Schulgesetz für Hamburg. Sie legte dafür am Montag einen eigenen Gesetzentwurf vor. Dieser soll nach Parteiangaben der Startschuss für eine breite Diskussion in der Stadt sein.

Linke: Schulen in die Pflicht nehmen

Linke-Politikerin Sabine Boeddinghaus im NDR 90,3 Redaktionsgespräch  Foto: Sahar Nadi
Setzt sich für mehr Inklusion in Hamburgs Schulen ein: Sabine Boeddinghaus (Linke).

Ein neues, inklusives Schulgesetz sei längst überfällig. Alle Schulen müssten in die Pflicht genommen werden, wenn es um Kinder mit Behinderungen oder Förderbedarf gehe, so die Schulexpertin der Linken, Sabine Boeddinghaus. Die derzeitige Situation sei ungerecht, die Stadtteilschule übernehme überwiegend die inklusiven Aufgaben, die Gymnasien nicht.

Forderung: Keine Abschulung mehr

Vor allem müsse Schluss sein mit der sogenannten Abschulung. Kinder, die einmal von Gymnasien aufgenommen werden, müssten dort auch bleiben und bei Schwierigkeiten gefördert werden. Derzeit ist die Situation so, dass nach der sechsten Klasse rund 1.000 Schüler jährlich die Gymnasien verlassen müssen.

Außerdem fordert die Linkspartei: mehr individuelle Förderung der Schüler, an allen Schulen ein sinnvoll über den Tag verteilter Unterricht statt nur eine Nachmittagsbetreuung und mehr Mitsprache der regionalen Bildungskonferenzen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 25.11.2019 | 18:00 Uhr

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