Stand: 29.05.2018 09:45 Uhr

Schulbehörde lehnt Online-Pranger für Lehrer ab

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Die AfD will Lehrer-Äußerungen gegen die Partei zentral sammeln lassen. Die Schulbehörde lehnt die Pläne klar ab.

Die Hamburger Schulbehörde hat die Pläne der Partei Alternative für Deutschland (AfD), eine Online-Plattform über AfD-kritische Pädagogen einzurichten, scharf kritisiert. Die Partei hatte bemängelt, dass viele Lehrer politisch nicht neutral seien. Die Schulbehörde kündigte an, die konkreten Vorwürfe rechtlich überprüfen zu lassen.

AfD: "Verblendete Ideologen unter Hamburgs Lehrern"

Die Partei hatte in einer Großen Senatsanfrage, die NDR 90,3 vorliegt, Vorfälle aufgezählt, bei denen Lehrer oder Schulleiter sich der AfD gegenüber nicht neutral oder sogar feindlich verhalten hätten. Partei-Vertreter sprachen von Hetze, Stimmungsmache und Falschbehauptungen. Wie der Vorsitzende der AfD-Fraktion, Alexander Wolf, sagte, gebe es verblendete Ideologen unter Hamburgs Lehrern.

Schulbehörde will Kinder nicht zu Denunzianten machen

Auf der von der AfD geplanten Internetseite sollten Schüler, Eltern und Lehrer die Möglichkeit haben, über das Internet vertraulich Verstöße zu melden. Diese würden an die Behörde weitergegeben, hieß es. Wie Behördensprecher Peter Albrecht im Gespräch mit NDR 90,3 sagte, spreche sich die Behörde klar gegen diese Idee aus. Durch die geplante Internetplattform würden Kinder zu Denunzianten gemacht und einseitig für Anliegen der AfD instrumentalisiert.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.05.2018 | 09:00 Uhr

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