Stand: 04.07.2019 11:44 Uhr

Pfand statt Einwegbecher: Behörde zieht Bilanz

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Coffee-to-go-Pfandbecher für Hamburg: 230 Cafés, Kantinen und Bäckereien bieten Recup an.

Deutlich weniger Wegwerfbecher: Dieses Ziel hat die Stadt Hamburg ausgeben und vor mehr als einem Jahr ein Pfandbechersystem eingeführt. Die Umweltbehörde zieht nun eine positive Bilanz.

230 Lokale machen bei Recup mit

Rund 230 Cafés, Kantinen und Bäckereien beteiligen sich in der Hansestadt an dem Pfandsystem der Firma Recup. Wer seinen Kaffee oder Tee in einem wiederverwendbaren Becher bestellt, muss einen Euro Pfand hinterlegen, bekommt sein Getränk aber günstiger als im Pappbecher. Die Pfandbecher kann man hamburgweit wieder abgeben.

Eine Million Becher weniger als 2016

Daneben gibt es bereits seit 2017 in vielen städtischen Kantinen die sogenannte Kehrwieder-Aktion: Wer seinen eigenen Becher mitbringt, zahlt weniger. Insgesamt werden so in Hamburg jetzt rund eine Million Wegwerfbecher pro Jahr weniger verbraucht als noch vor drei Jahren, sagte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne). Das sei eine gute Bilanz.

Insgesamt landen Schätzungen zufolge aber noch 60 Millionen Becher pro Jahr im Müll. Laut Stadtreinigung machen To-Go-Verpackungen mehr als ein Drittel des Abfalls in den öffentlichen Papierkörben aus. Einwegbecher allein sind für ein Achtel des Mülls verantwortlich.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 04.07.2019 | 12:00 Uhr

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