Ein Zähler für den Energieverbrauch, unscharf. © picture alliance Foto: Rolf Kosecki

Paritätischer Wohlfahrtsverband fordert Entlastung für soziale Einrichtungen

Stand: 09.09.2022 06:11 Uhr

Die hohen Energiepreise machen auch den sozialen Einrichtungen in Hamburg zu schaffen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert für sie jetzt ein Entlastungspaket.

Schon bald könnten viele soziale Einrichtungen in Existenznot geraten können, warnt der Paritätische Wohlfahrtsverband. Er begründet das am Beispiel eines im Verband organisierten Pflegeheims, dem gerade vom Energieanbieter eine Steigerung der Gaskosten prognostiziert wurde. Von derzeit jährlich 86.000 Euro sollen sie hier auf 760.000 Euro angehoben werden. Diese enormen Preissteigerungen könnten gemeinnützige Träger nicht stemmen, sagt Kristin Alheit, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Sie ist überzeugt: Diese Summen könnten auch nicht eingespart werden.

Finanzsenator Dressel: Zuschüsse für Betriebskosten möglich

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) versicherte, dass keine Einrichtung im Regen stehen gelassen werde. Allerdings müssten sie wie alle Haushalte und Unternehmen auch eigene Anstrengungen unternehmen, um Energie einzusparen. Sollten erhöhte Energiekosten am Ende aber trotzdem nicht bezahlt werden können, gebe es die Möglichkeit, Zuschüsse zu den Betriebskosten zu beantragen. Einen Vorschuss werde es allerdings nicht geben, so Dressel. Er rechnet mit mehreren Millionen Euro, die er dafür zusätzlich im Haushalt bereit stellen muss. Auch andere Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Hamburg hatten bereits Entlastungen für höhere Energiekosten gefordert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 09.09.2022 | 06:00 Uhr

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