Hamburger Stadtreinigung räumt im Winter mehr Radwege

Stand: 08.11.2021 20:33 Uhr

Der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg ist einsatzbereit: Bis Ende März werden die Mitarbeitenden rund um die Uhr bereitstehen, wie die Stadtreinigung am Montag mitteilte.

Erst wird die Fahrbahn geräumt, dann vielleicht irgendwann der Radweg - so war es bisher meistens in Hamburg. Doch das soll sich nun ändern, wie der Chef der Stadtreinigung, Rüdiger Siechau, sagte. Zum einen, weil es immer mehr Radwege gibt, zum anderen, so Siechau, habe man auch aus Kritik gelernt. Gemeinsam mit der Umwelt- und der Verkehrsbehörde sei das Konzept weiter optimiert worden mit einem besonderen Fokus auf das Radwegenetz und dem testweisen Einsatz von umweltfreundlichen Taumitteln.

Umweltfreundliches Taumittel für Radwege

"Immer mehr Hamburgerinnen und Hamburger nutzen das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel - auch während der Wintermonate", sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne). Damit wachse auch der Wunsch nach dem Ausbau des Winterdienstes auf diesen Wegen. Er begrüße es daher sehr, dass die Stadtreinigung die Radwege neben den Fußwegen und Fahrbahnen beim Winterdienst verstärkt mitdenke und das Winternetz für den Radverkehr optimiere. Auf einigen Radwegen soll erstmals ein umweltfreundliches Taumittel eingesetzt werden, denn abseits der Straßen darf kein Salz gestreut werden.

Winterdienst hat viel zu tun

Bei Schnee- und Eisglätte sorgt der Winterdienst der Stadtreinigung Hamburg mit bis zu 850 Einsatzkräften in rund 360 Fahrzeugen dafür, dass etwa 3.200 Kilometer auf verkehrswichtigen Fahrbahnen, 660 Kilometer wichtige Gehwege, 8.400 Zebrastreifen und mehr als 4.250 Bushaltestellen geräumt werden und dort gestreut wird. Das Winterdienstnetz für den Radverkehr wurde auf rund 600 Kilometern ausgeweitet.

300.000 Euro zusätzlich für Radwinterdienst

Komplett mit abgedeckt werden erstmals auch die Strecken von und nach Bergedorf und Harburg. Neu ist vor allem, dass alle Wege im Netz nicht nur einmal, sondern jeweils doppelt bearbeitet werden, und zwar gleichzeitig - "wichtig" und "weniger wichtig", das gibt es nicht mehr. Dafür hat die Stadtreinigung 19 kleine Räumfahrzeuge dazu gekauft, bisher gab es nur sechs – und auch zwei neue große Fahrzeuge sind künftig unterwegs. Insgesamt zahlt die Stadt für den Radwinterdienst 300.000 Euro zusätzlich.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 08.11.2021 | 19:30 Uhr

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