Stand: 08.12.2017 07:31 Uhr

Hamburger CDU: Trepoll kritisiert Scholz

Auch in der Hamburger CDU ist man erleichtert, dass sich die SPD nun bereit erklärt, in Gespräche über eine Große Koalition einzutreten. Die schwierige Regierungsbildung in Berlin war am Donnerstgabend auch Thema auf einem Kleinen Parteitag der Hamburger Christdemokraten in Wilhelmsburg.

"Das hätte man auch schneller haben können"

Nun also doch Verhandlungen über eine mögliche Große Koalition in Berlin. Ein bisschen Spott über das Zieren der SPD konnte sich CDU-Fraktionschef André Trepoll nicht verkneifen: "Das hätte man vielleicht auch schneller haben können. Aber wenn man erstmal drauf ist auf dem Baum, dann dauerte es natürlich auch ein bisschen, bis man wieder runterkommt." Aber auch das gehöre zum demokratischen Prozess, räumte Trepoll ein.

Trepoll: Scholz will von Fehlern in Hamburg ablenken

Weitaus schärfer kritisierte er das Verhalten von Hamburgs Bürgermeister und SPD-Vize Olaf Scholz. Dieser präsentiere sich jetzt wie der Retter seiner Partei, aber: "Dieses kontinuierliche Sticheln gegen Schulz - da muss man sich die Frage stellen: Was will Scholz denn damit erreichen? Und ich finde die Antwort hier in Hamburg liegt klar auf der Hand: Klar möchte er von seinen Fehlern in sieben Jahren hier im Senat ablenken, die ja nun immer deutlicher werden." Vor allem während des G20-Gipfels, aber auch beim Verkehr und bei den Straftaten. Und im Bildungsbereich kämpften mittlerweile drei Volksinitiativen gegen die Politik des Senats, so Trepoll.

Mutmacher aus NRW

Gastredner des Abends war der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl Josef Laumann. Der ermutigte seine Hamburger Parteifreunde an eine mögliche Regierungsübernahme zu glauben. Nordrhein-Westfalen habe ähnlich wie Hamburg auch einmal als die Herzkammer der SPD gegolten - bis zur Landtagswahl im vergangenen Mai.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 08.12.2017 | 06:00 Uhr

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