Stand: 14.01.2020 17:17 Uhr  - NDR 90,3

Hamburg will Pauschalreisende besser absichern

Hamburg will Lehren aus der Pleite von Thomas Cook ziehen. Ziel müsse es sein, dass Reiseveranstalter im Falle einer Insolvenz zu 100 Prozent abgesichert sind, sagte Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Dienstag. Man wolle die Bundesregierung im Rahmen einer Bundesratsinitiative auffordern, zeitnah gesetzliche Regelungen zu schaffen, die einen kompletten Schutz für Pauschalreisende garantieren.

Tausende Pauschalreisende, die an ihren Urlaubsorten festsitzen und sogar noch die Hotel-Rechnungen selbst zahlen sollen. Oder die schon ihre Reise gebucht und bezahlt haben und jetzt ihrem Geld hinterherlaufen müssen: Das, was bei der Thomas-Cook-Pleite passiert ist, dürfe sich nicht wiederholen, sagte Prüfer-Storcks. Genauso wenig dürfe es noch einmal passieren, dass Steuerzahler und Steuerzahlerinnen für den Schaden einspringt. Passieren konnte all das nur, weil sich Reiseanbieter nur bis zu einer Summe von 110 Millionen Euro versichern mussten.

Zwei Alternativen vorgeschlagen

Prüfer-Storcks schlug deshalb zwei Alternativen vor: Entweder eine Versicherungs-Lösung, die im Fall einer Insolvenz alle Kosten übernimmt. Oder eine sogenannte Fonds-Lösung - also einen großen Topf, in den alle Reiseanbieter einzahlen und sich so bei einer Pleite gegenseitig beistehen. Die Senatorin hofft, dass der Bundesrat der Initiative aus Hamburg zustimmt - und dass auch die Bundesregierung schnell Grünes Licht gibt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.01.2020 | 17:00 Uhr

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