Hamburg soll Jan-Fedder-Promenade an der Elbe bekommen

Stand: 22.01.2021 13:36 Uhr

Noch hat die Elbpromenade zwischen den Landungsbrücken und dem Baumwall in Hamburg keinen Namen. Doch schon bald könnte sie nach dem verstorbenen Schauspieler Jan Fedder benannt werden.

Die Witwe des beliebten Schauspielers hatte den Vorschlag gemacht und sowohl der Kultursenator Carsten Brosda als auch der Innensenator Andy Grote (beide SPD) unterstützen diese Idee, wie die Behörden am Freitag in Hamburg mitteilten. Demzufolge könnte der rund 800 Meter lange Boulevard bald Jan-Fedder-Promenade heißen - wenn der Senat zustimmt.

Witwe: "Jan wäre überglücklich"

Jan Fedder selbst wäre wohl überglücklich, sagte seine Witwe Marion Fedder dazu laut Mitteilung. "Kein anderer Ort in Hamburg steht so stellvertretend für das Leben von Jan. Hier war die Kneipe seiner Eltern, in der er aufgewachsen ist, am Hafenrand ist er groß geworden, hat hier gedreht, und es war bis zuletzt sein Lieblingsplatz."

Auch Kultursenator Brosda ist von der Idee überzeugt. "Kaum einer hat die Hamburger Seele so gut verkörpert, wenn nicht gar gelebt, wie Jan Fedder. Ehrlich, kantig und mit einem großen Herz, das keinen Unterschied macht zwischen großen Haien und kleinen Fischen." Die Promenade direkt an der Elbe sei bestens geeignet, um an Jan Fedder zu erinnern.

Benennung nach Verstorbenen erst zwei Jahre nach dem Tod

Der Vorschlag für die Benennung von Straßen und Plätzen muss in die Bezirksversammlung eingebracht und dem Staatsarchiv zur Prüfung vorgelegt werden. Die Senatskommission für die Benennung von Verkehrsflächen beschließt die Benennung schließlich. Vor Jahresende wird die Promenade allerdings noch keinen Namen erhalten. Denn Benennungen nach Verstorbenen sollen in der Regel frühestens zwei Jahre nach deren Tod vorgenommen werden, so die Behörden. Wenn alles klappt, könnte das sogar am zweiten Todestag von Fedder gelingen, sagte Brosda dazu.

Die Hamburger CDU unterstützt den Vorschlag und will die schnelle Umsetzung auf Bezirksebene unterstützen. Endlich komme Bewegung in die Frage, wie Fedder in Hamburg angemessen geehrt werden könne, sagte André Treopoll, Sprecher der CDU-Fraktion für die Bezirke.

Publikumsliebling beim "Großstadtrevier"

Als Polizist Dirk Matthies hatte Jan Fedder in der ARD-Vorabendserie "Großstadtrevier" jahrzehntelang für Recht und Ordnung auf dem Hamburger Kiez gesorgt. Er war am 30. Dezember 2019 im Alter von 64 Jahren gestorben. Seit Anfang September erinnert eine Michel-Tafel auf dem Kirchplatz der Sankt-Michaelis-Kirche an ihn. Zuletzt war Jan Fedders Name auch für die Benennung von neuen Schulen 16 Mal von Bürgern vorgeschlagen worden.

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Der Schauspieler Jan Fedder. © NDR/ARD/Thorsten Jander

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 22.01.2021 | 19:30 Uhr

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