Stand: 22.01.2019 17:53 Uhr

Hamburg plant Science City in Bahrenfeld

Im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld soll die Science City entstehen. (Visualisierung)

Große Pläne für den Forschungsstandort Hamburg: Im Stadtteil Bahrenfeld soll in direkter Nachbarschaft des Forschungszentrums DESY ein neues Wissenschaftszentrum entstehen. Rund 125 Hektar stehen für das Quartier Science City Bahrenfeld zur Verfügung. In der Nähe des Hamburger Volksparks im Bezirk Altona sind neue wissenschaftliche Institute und Einrichtungen sowie rund 2.500 Wohnungen vorgesehen. So steht es in einem städtebaulichen Entwicklungsplan, den Senat, Bezirk, Universität und DESY am Dienstag vorgestellt haben.

"Einen ganzen Stadtteil der Wissenschaft widmen"

"Zusammen mit der Universität und dem DESY wollen wir in den nächsten Jahren einen ganzen Stadtteil der Wissenschaft widmen", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Das DESY soll ausgebaut und die Uni-Fachbereiche Physik, Chemie und Teile der Biologie an den Forschungscampus Bahrenfeld verlegt werden.

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Senat stellt Pläne für Science City vor

Hamburg Journal -

Bahrenfeld soll zum Wissenschaftsstadtteil werden. Entlang der Luruper Chaussee soll die Science City entstehen - ein Quartier in dem geforscht, studiert, gearbeitet und gewohnt wird.

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"Beste Bedingungen für kluge Köpfe aus der ganzen Welt"

Tschentscher erklärte: "Mit der Science City Bahrenfeld entwickeln wir ein Zentrum der Grundlagenforschung und angewandten Wissenschaft. Zugleich sollen in dem Quartier attraktive Wohnungen und Erholungsräume für Studierende, Wissenschaftler und Kreative entstehen." Das neue Quartier solle beste Standortbedingungen "für kluge Köpfe aus der ganzen Welt" bieten.

So könnte die Science City Bahrenfeld aussehen

Uni-Präsident spricht von "deutschem Oxford"

Das Projekt sei ein Meilenstein für die Stadt, ergänzte Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne), die eigens für die Präsentation ihre Babypause unterbrochen hatte. Der Präsident der Universität Hamburg, Dieter Lenzen, glaubt, damit seien Spitzenforscher aus aller Welt anzulocken: "Man könnte sagen, was dort entsteht ist ein neues deutsches Oxford. Ein riesiger Lebensraum, in dem es sich zu leben und zu arbeiten lohnt."

2020 starten die ersten Architekturwettbewerbe. Plätze und Grünflächen des Quartiers sollen fließende Übergänge zum angrenzenden Volkspark bieten. Angebunden wird es mit Schnellbahnen, einem Bus-Shuttle-System und Velorouten. Kosten und Zeitpläne nannte der Senat noch nicht.

Opposition: Bunte Bilder reichen nicht

Die Hamburger CDU mahnte jedoch genau dies an. Bunte Bilder reichten nicht. Zudem seien die Pläne zumindest für die Wohnungen in Bahrenfeld nicht neu, kritisierte die Opposition. Schon vor zwei Jahren hatte Bausenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) Pläne für etwa 2.500 neue Wohnungen auf dem Gelände der Trabrennbahn präsentiert. Das fließe nun in die Planungen für die Wissenschaftsstadt ein, sagte sie jetzt.

Detlef Ehlebracht von der AfD meinte, Visionen für 2040 nützten Studenten nichts, die jetzt eine Bleibe suchten. Und die FDP erklärte, die zähe Planung für ein Wohnquartier rund um die Trabrennbahn zeige, das Reden und Tun weit auseinander lägen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.01.2019 | 15:00 Uhr

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