Stand: 12.05.2020 15:47 Uhr

Hafenkonzern HHLA in schwerer See

Die Corona-Krise, aber auch Stürme zu Jahresbeginn, haben bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) für einen sinkenden Containerumschlag im ersten Quartal gesorgt. Im Vergleich zum Vorjahr nahm das Volumen an den Hamburger Terminals um gut vier Prozent ab.

Keine Kurzarbeit geplant

Kurzarbeit für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sei derzeit aber nicht geplant, teilte HHLA-Vorstandsvorsitzenden Angela Titzrath am Dienstag mit. Stattdessen seien zunächst Überstunden abgebaut oder Urlaubstage genommen worden.

Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). © dpa Foto: Axel Heimken
Die Corona-Pandemie ist laut HHLA-Chefin Titzrath (Archivfoto) eine der größten Herausforderungen in 135 Jahren Firmengeschichte.

Der Umsatz des Hafenkonzerns sank ist im ersten Quartal auf rund 336 Millionen Euro, das sind über drei Prozent weniger als 2019. Die Liquidität sei durch einen millionenschweren Finanzfonds gesichert. Eine Prognose, wie sich das Containergeschäft in den kommenden Monaten entwickelt, will Titzrath nicht abgeben. Sie spricht von einer der größten Herausforderungen in 135 Jahren HHLA-Geschichte.

Gut gefüllte Schiffe kommen

An den Terminals würden Ende Mai und Anfang Juni zwar gut gefüllte Schiffe aus Fernost erwartet, allerdings weniger als in den Vorjahren. Den Aktionären soll eine Ausschüttung von 70 Cent je Aktie vorgeschlagen werden - 10 Cent weniger als 2019.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.05.2020 | 15:00 Uhr

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