Stand: 13.07.2020 06:59 Uhr

Grüne fordern Kurswechsel in der Kreuzschifffahrt

Die Kreuzfahrtschiffe AIDAaura (l.) und AIDAcara liegen während der Corona-Pandemie am Hamburger Terminal Steinwerder. © picture alliance / dpa Foto: Bodo Marks
Bald geht es wieder los: Die Kreuzfahrtschiffe AIDAaura und AIDAcara liegen während der Corona-Pandemie am Hamburger Terminal Steinwerder.

Mehrere Bundestagsabgeordnete der Grünen fordern eine Passagier-Grenze für die Kreuzfahrt. Pro Schiff sollen weltweit nicht mehr als 5.000 Gäste transportiert werden. Die Politikerinnen und Politiker fordern einen Kurswechsel der Branche nach der Corona-Pandemie. Von Hamburgs Grünen gibt es dafür Zustimmung.

Weniger Passagiere an schützenswerten Orten

"Weniger und sauberer, das muss die Devise sein", heißt es von Fachsprecherinnen und Fachsprecher der Grünen-Bundestagsfraktion. Fahren Kreuzfahrtschiffe besonders schützenswerte Ziele wie die Arktis oder Venedig an, setzen sie sich für eine Passagier-Grenze ein.

Corona-Krise in der Kreuzfahrt

Durch die Corona-Pandemie lag die Kreuzfahrtbranche monatelang auf Eis, jetzt geht es langsam wieder los. Zum Beispiel von Hamburg aus nach Norwegen. Die Krise betrifft nicht nur die Anbieter von Kreuzfahrten sondern auch norddeutsche Werften. Aufträge für neue Schiffe werden derzeit nach hinten verlegt oder ganz gecancelt. Die Grünen kritisieren in dem Positionspapier neben der Verschmutzung von Luft und Meeren auch, dass Reedereien ihre Beschäftigten an Bord ausbeuten und Gewinne in Steueroasen verschieben würden.

Viele Jobs indirekt betroffen

Für Miriam Putz von den Hamburger Grünen gehen die Vorschläge in die richtige Richtung. Sie mahnt aber auch an, bei der Diskussion an die vielen Jobs zu denken, die in der Stadt indirekt von der Kreuzfahrtbranche abhängen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.07.2020 | 07:30 Uhr

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