Stand: 02.08.2019 19:25 Uhr

Fegebank denkt über Bürgermeisterkandidatur nach

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank wird möglicherweise als Bürgermeisterkandidatin antreten. Die Grünen würden sich mit dem Wunsch nach einer Wahl um die Spitze des Senates auseinandersetzen, kündigte Fegebank im NDR 90,3 Sommerinterview an.

Sylvia Burian (rechts) im Gespräch mit Katharina Fegebank im Sommerinterview. Beide sitzen sich auf einer Erhöhung im Hamburger Hafen, an einem runden Tisch, gegenüber.

Wahlkampf: Auf diese Themen setzt Fegebank

Hamburg Journal -

Bei der nächsten Bürgerschaftswahl könnte es in Hamburg zu einem rot-grünen Duell kommen. Grünen-Politikerin Katharina Fegebank spricht im Interview über grüne Politik und den Wahlkampf.

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"Ich nehme lieber lange Anlauf und springe weit"

Sie sei ja bereits als Spitzenkandidatin der Grünen in Hamburg nominiert, erklärte Fegebank. Und betonte mit Blick auf den Herbst: "Ich nehme lieber langen Anlauf und springe weit, als dass ich in hohem Bogen auf der Nase lande." Ende September wollen die Grünen bei einer Landesmitgliederversammlung ihren Kurs für den anstehenden Wahlkampf festlegen. "Wir sehen schon, dass es durchaus den Wunsch gibt, dass es eine Wahl um die Spitze des Senates geben kann und geben soll. Und da werden wir zur gegebenen Zeit auch überlegen, welches Angebot wir da machen können."

"Gute Ideen sollen eine Chance bekommen"

Der große Unterschied zum SPD-Bürgermeister Peter Tschentscher liegt für Fegebank im Politikstil: "Das ist eher der Angang, der sehr freiheitsversprechend ist, zu sagen: Gute Ideen sollen eine Chance bekommen und Menschen Möglichkeiten eröffnen und Wege bereiten und das ist sicher ein Angang an Politik, der uns insgesamt vom Koalitionspartner unterscheidet."

Fegebank gegen 365-Euro-HVV-Ticket

Fegebank sprach sich im Interview mit NDR 90,3 außerdem gegen die Einführung eines 365-Euro-Jahresticket für den HVV aus. Aus ihrer Sicht sei der CDU-Vorstoß nicht finanzierbar. Denn der Öffentliche Personennahverkehr werde massiv ausgebaut. Die Erhöhung der Fahrkartenpreise in Inflationshöhe seien daher in Ordnung, so Fegebank. "Ich fordere aber, dass wir uns dauerhaft maximal am Inflationsausgleich orientieren, sodass eine Situation wie wir sie jetzt über mehrere Tage beobachten konnten, nicht noch mal eintritt. Ein Hin und Her und eine Irritation", sagte Fegebank. Der HVV hatte eine Preissteigerung von durchschnittlich 2,2 Prozent zurückgenommen, nachdem sich Tschentscher eingeschaltet hatte und es heftige Kritik aus den Reihen der Opposition gab.

Weitere Informationen
NDR 90,3

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.08.2019 | 12:00 Uhr

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