Erzbistum Hamburg plant Schulneubau in Barmbek

Stand: 10.11.2020 12:44 Uhr

Trotz schlechter Haushaltslage will das Erzbistum Hamburg die Katholische Sophienschule im Stadtteil Barmbek neu bauen.

Das Gebäude aus den 1960er-Jahren neben der St. Sophienkirche soll abgerissen werden. Dort soll eine dreizügige Vor- und Grundschule entstehen, wie Generalvikar Ansgar Thim am Dienstag ankündigte. Die Investitionskosten liegen bei 17 Millionen Euro. Die Barmbeker Unternehmerfamilie Franke will sich mit einer Millionenspende an dem Bau beteiligen.

Geplant sind eine Sporthalle, eine Aula und eine Mensa im unteren Gebäudebereich sowie Lern- und Gruppenräume in den beiden Obergeschossen. Das Erdgeschoss beherbergt zudem eine Kita mit zwei Krippen- und zwei Elementargruppen.

Baubeginn für Herbst 2022 geplant

Der Baubeginn ist für den Herbst 2022 geplant, die Fertigstellung ist für den Sommer 2024. Während der Bauphase sollen Grundschule und Kita in die nahe gelegene Franz-von-Assisi-Schule umziehen.

Sechs katholische Schulen sollen geschlossen werden

Die Sophienschule mit derzeit rund 280 Schülerinnen und Schülern ist eine von zwei katholischen Schulen in Hamburg, die einer bereits geplanten Schließung entgehen. Ursprünglich wollte das Erzbistum Hamburg wegen seiner prekären Finanzlage 8 von insgesamt 21 katholischen Schulen in der Hansestadt schließen. Nach derzeitigen Plänen werden sechs Standorte in den nächsten Jahren aufgegeben. Für die verbleibenden Schulen hatte die Diözese verstärkte Investitionen angekündigt. Das Erzbistum Hamburg ist nach eigenen Angaben inzwischen mit 94 Millionen Euro überschuldet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 10.11.2020 | 16:00 Uhr

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