Die Luxus-Yacht "Sassi II" liegt im Dock von Blohm+Voss. © picture-alliance

Blohm+Voss: 133 Arbeitsplätze fallen weg

Stand: 24.11.2021 08:16 Uhr

Der Umbau bei der Hamburger Traditionswerft Blohm+Voss wird Arbeitsplätze kosten - das stand schon fest. Jetzt ist klar wie groß der Kahlschlag ausfällt: 133 Arbeitsplätze fallen weg.

Das bestätigte ein Sprecher der Bremer Lürssen-Werft am Dienstag. "Anfang Dezember ist seitens der Arbeitgeberseite eine weitere Belegschaftsversammlung geplant, in deren Rahmen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weitere Umsetzungsschritte vorgestellt werden."

IG Metall plant Proteste

Über Details des Stellenabbaus sowie weitere Kostensenkungsmaßnahmen seien Betriebsrat, IG Metall und Führungskräfte am Freitag informiert worden, so der Sprecher. Die Mitarbeitenden seien in dieser Woche in Kenntnis gesetzt worden. Die IG Metall kündigte für den heutigen Mittwoch eine Protestkundgebung an der Werft an. Die Pläne seien "nicht akzeptabel" und "ein Schlag ins Gesicht", sagte Emanuel Glass von der IG Metall Hamburg.

580 Beschäftigte in Hamburg

Die Werft mit etwa 580 Beschäftigten liegt mitten im Hamburger Hafen, gegenüber den Landungsbrücken an der Elbe. Lürssen-Geschäftsführer Peter Lürßen hatte Anfang Oktober in Bremen gesagt, der 2016 übernommene Standort sei weiter nicht wettbewerbsfähig. Die IG Metall ist dagegen der Auffassung, dass Lürssen mit den Plänen für Blohm+Voss auf dem falschen Weg ist. Die Gruppe werde in den nächsten Jahren stark von Staatsaufträgen profitieren.

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Luftbild der Hamburger Werft Blohm + Voss (ca. 1930) © picture-alliance / akg-images Foto: akg-images

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 23.11.2021 | 17:00 Uhr

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