Visualisierung des Holzhauses "Roots". © beilquadrat Foto: Visualisierung

Baustart für höchstes Holzhaus Deutschlands in der Hafencity

Stand: 27.11.2020 15:05 Uhr

In der Hafencity hat am Freitag der Bau von Deutschlands höchstem Holzhaus begonnen. Das Hamburger Unternehmen Garbe Immobilien will mit dem 65-Meter-Hochhaus neue Maßstäbe fürs ökologische Bauen setzen.

Visualisierung des Holzhauses "Roots" © beilquadrat
So soll der Blick aus dem Holzhaus auf die Hafencity aussehen.

Das Projekt war unter dem Namen "Wildspitze" geplant worden, wegen der besseren internationalern Vermarktbarkeit heißt es jetzt "Roots". Nur das zentrale Treppenhaus ist aus Beton. Fassade, Decken, Zimmerwände - alles ist aus nachwachsendem Nadelholz - bis hoch zum 18. Stock, betont Garbe-Geschäftsführer Fabian von Köppen.

Drei Firmen abgesprungen

"Wir verbauen 5.500 Kubikmeter Holz. Das Spannende an der Sache ist, dass diese 5.500 Kubikmeter innerhalb von 23 Minuten in Deutschland nachwachsen." An dem Holz-Hochhaus sei nichts von der Stange, so von Köppen. Drei deutsche Holzbaufirmen seien in der Projektphase abgesprungen, da sie es für unmöglich hielten. Nun baut es ein Tiroler Holz-Spezialist.

Sechs Millionen Euro stecken allein in der Grundlagen-Forschung. Und der Brandschutz? Kein Problem für Hamburgs Behörden: "Holz verkohlt und schützt sich dadurch selbst", meint von Köppen. "Der Kern, der nicht verkohlte Kern, behält seine Tragkraft. Das können Stahl und Beton nicht."

Teurer als Beton

Holzbau hat seinen Preis: 12 Prozent teuer als ein Betonbau wird "Roots". Entsprechend kosten die 128 Eigentumswohnungen zwischen 9.000 und 14.000 Euro den Quadratmeter. Aber Garbe baut dort am Baakenhafen auch 50 Sozialwohnungen aus Holz.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 27.11.2020 | 15:00 Uhr

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