Stand: 03.03.2019 08:05 Uhr

Altona fordert Regeln für gendergerechte Sprache

Hamburgs Finanzbehörde soll einen Leitfaden für eine gendergerechte Sprache in den Bezirksämtern entwickeln - das fordert die Bezirksversammlung Altona. Sie will, dass Männer, Frauen und das dritte Geschlecht korrekt angesprochen werden. Altona will damit den anderen Verwaltungen den Weg weisen.

Grüne und SPD fordern Verwaltungsvorschrift

In einem Antrag fordern Grüne und SPD, die Finanzbehörde solle vier Jahre nach dem Gleichstellungsgesetz endlich eine Verwaltungsvorschrift vorlegen, um alle Geschlechter zu benennen.

Unterstützung von Bezirksamtleiterin

Altonas Bezirksamtsleiterin Liane Melzer unterstützt das: "Es wird ja immer der Vorwurf gemacht, wenn man beide Geschlechter erwähnt, dann dauern die Reden zu lang, dann werden die Gesetze zu lang. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass es nicht viel länger dauert, wenn man sowohl die Frauen als auch die Männer anspricht."

Wie spricht man das dritte Geschlecht an?

Das Problem: Wie spricht man das dritte, das diverse Geschlecht an? Manchmal gebe es einen neutralen Sammelbegriff, sagt Melzer: "Man muss nicht Studentinnen und Studenten sagen, sondern kann Studierende sagen."

AfD lehnt Vorhaben ab

Nur die AfD stimmte gegen den Antrag. Sie spricht von einer "Verunstaltung der deutschen Sprache" und schlägt vor, unter jeden Verwaltungstext zu schreiben, dass die männliche Form für alle Geschlechter stehe.

Weitere Informationen

Hannover führt gendergerechte Sprache ein

Die Stadt Hannover hat Empfehlungen für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache herausgegeben. Die neue Regelung ist für den Schriftverkehr der Verwaltung verbindlich. (24.01.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 03.03.2019 | 08:00 Uhr

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