Algenzuchtanlage der TU Harburg © NDR / Peter Feder Foto: Peter Feder

Algen-Forschung an der Technischen Universität Hamburg

Stand: 07.06.2021 15:03 Uhr

Algen könnten bald Getreide im Essen ersetzen. Daran forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg (TUHH).

Sechs mal sechs Meter misst der blaue Ponton in einem Seitenarm des Harburger Binnenhafens. Dort werden die Forschungs-Algen in speziellen Röhren gezüchtet. Die Wasserproben schimmern tiefgrün. Die Anlage ist zu klein, um wirtschaftlich eine Rolle zu spielen, aber theoretisch könnte sie noch weiter wachsen. Landwirtschaft im Kanal - mitten in Hamburg.

Reich an Proteinen

Doktorand der TU Harburg, Leonard Francke und Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank © NDR / Peter Feder Foto: Peter Feder
In Harburg werden vielfältige Nutzungsmöglichkeiten von Algen erforscht.

Für die traditionelle Landwirtschaft ist der Platz inzwischen knapp. Auf dem Wasser könnten in der Zukunft riesige Offshore-Algen-Farmen stehen, erklärt Doktorand Leonad Francke. Die Harburger Alge ist reich an Proteinen und damit gut geeignet für die Nahrungsindustrie oder für Tierfutter. Pro Liter Wasser kommen die Forscherinnen und Forscher auf eine Ernte von 6 Gramm - jede Woche. Klingt nicht nach viel, wächst aber deutlich schneller als zum Beispiel Mais, wie Francke sagt.

Sonnenlicht notwendig

Auch Kraftstoff kann aus dem Fett einer Alge gewonnen werden, sagen die Wissenschaftler der TUHH. Um richtig zu gedeihen brauchen die Algen allerdings Sonnenlicht. In Hamburg werden sie also eher "Saison-Ware".

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 07.06.2021 | 16:00 Uhr

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