Stand: 18.09.2018 12:30 Uhr

35-Jähriger bei G20-Großrazzia festgenommen

Im Zusammenhang mit den Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg haben Polizisten am Dienstag erneut eine Großrazzia durchgeführt. Beamte durchsuchten ab 6 Uhr früh 15 Wohnungen - außer in Hamburg auch in Elmshorn in Schleswig-Holstein und in Dortmund in Nordrhein-Westfalen. Am Kaemmererufer im Hamburger Stadtteil Winterhude nahmen Einsatzkräfte einen 35-Jährigen fest. Er war der Polizei schon vor dem G20-Gipfeltreffen bekannt und soll an den Krawallen im Schanzenviertel beteiligt gewesen sein. Dem Mann werden demnach 19 Stein- und Flaschenwürfe auf Polizisten sowie Plünderung in zwei Supermärkten vorgeworfen.

Verdächtige schon länger im Visier der Ermittler

Insgesamt richteten sich die Durchsuchungen unter Federführung der Sonderkommission "Schwarzer Block" gegen zwölf Beschuldigte. Sie sind zwischen 23 und 43 Jahre alt. Alle stehen nach Angaben des Hamburger Polizeisprechers Timo Zill schon seit längerem im Fokus der Ermittler, vor allem im Zusammenhang mit den Ausschreitungen bei der G20-Demonstration "Welcome to Hell" und mit den Krawallen im Schanzenviertel. Konkret geht es demnach um Delikte wie schweren Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.

Polizei stellt Handys und Computer sicher

Die Beamten sicherten bei der Razzia weiteres Beweismaterial, darunter Handys und Computer. Die Hamburger Polizei leitete am Dienstag außerdem eine europaweite Fahndung nach vier mutmaßlichen Gewalttätern ein.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.09.2018 | 10:00 Uhr

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