Stand: 03.01.2018 11:00 Uhr

Großartiger Kinojahr-Auftakt mit Hugh Jackman

Greatest Showman
, Regie: Michael Gracey
Vorgestellt von Bettina Peulecke

P.T. Barnum aus Connecticut war ein Pionier, ein Mann aus bescheidenen Verhältnissen, der es mit Mut und unkonventionellen Maßnahmen zu beträchtlichem Erfolg brachte. Anfang des 19. Jahrhunderts baute er als Geschäftsmann den größten Zirkus der USA auf, der bis 2017 durch das Land tingelte. Zeitgemäß aufgepeppt und als mitreißendes Musical kommt seine Geschichte nun in die Kinos: "Greatest Showman" mit Hugh Jackman in der Hauptrolle.

Tanzen und singen trotz ärmlicher Verhältnisse

Das Leben, das P.T. Barnum, der arme Schneidersohn, seiner Frau versprochen hat, war ein großartiges, sorgenfreies. Stattdessen hat er gerade einmal wieder einen Job verloren, weil die Firma bankrott gegangen ist. Die Mansarde bietet ihm und seiner Familie auch nicht allzu viel Spielraum, deshalb wird auf dem Dach getanzt und gesungen.

Dass Hugh Jackman nicht nur ein Super-X-Men-Actionheld ist, sondern auch singen und tanzen kann, hat man im Kino bereits in der Verfilmung des Musicals "Les Miserables" gesehen. In "Greatest Showman" aber ist er buchstäblich die Versinnbildlichung des Titels. Voller Esprit, Charme und ansteckender, unbändiger Lebenslust. Dieser P.T. Barnum setzt seiner Fantasie keine Grenzen und will seine Träume Wirklichkeit werden lassen.

Barnum startet mit einem Kuriositätenkabinett

Er stellt eine Truppe von Freaks zusammen - Außenseiter, die sonst nur despektierlich von der Gesellschaft behandelt werden: Eine Frau mit Bart, siamesische Zwillinge, einen Zwerg. Mit ihnen gründet er zunächst ein Museum und räumt etwaige Selbstzweifel seiner Hauptdarsteller aus dem Weg.

Das stimmt natürlich nicht ganz, letztlich war P.T. Barnum auch ein Hochstapler und es gibt nicht wenige, die ihn einen Gauner nannten. Aber offenbar ging es ihm auch um Anerkennung in der High Society und aus der holt er sich einen Kompagnon für sein Kuriositätenkabinett mit Sinn fürs Showbiz.

Zac Efron als Phillip Carlyle zeigt in der furiosesten und schnellsten Tanzszene im Duett mit Hugh Jackman, wie der Bär in einer Bar steppt, und in der romantischsten, zartesten Szene des Films mit der bezaubernden Zendaya als Trapezkünstlerin, wie es aussieht, wenn der berühmte Funke auf der Leinwand überspringt - und zwar für alle Beteiligten!

Barnum triumphiert mit seiner Show, die im Film auch noch als Plädoyer für Diversity propagiert wird, in der die ehemaligen Außenseiter nun Selbstbewusstsein und Stolz zur Schau stellen.

Wenig Kritik, aber ein Feuerwerk für Augen und Ohren

Natürlich ließe sich die Figur P.T. Barnums deutlich kritischer darstellen, sein Verhältnis zu seinen "Schaustellern" nicht nur vorteilhaft ausleuchten, aber darum geht es nicht. Dieses Filmmusical ist kein klassisches Biopic, in dem es um historische Genauigkeiten geht, sondern ein Feuerwerk für Augen und Ohren, mit brillanter Besetzung und oscarverdächtigen Songs.

Was kein Wunder ist, denn die Musik - eine Ohrwurmmischung aus Musiktheater und Pop - stammt aus der Feder der oscarprämierten Komponisten von "Lala Land". "Greatest Showman" ist ein grandioser, großartiger, gute Laune garantierender Auftakt für das Kinojahr 2018.

Greatest Showman

Genre:
Drama, Musical
Produktionsjahr:
2017
Produktionsland:
USA
Zusatzinfo:
mit Hugh Jackman, Michelle Williams, Zac Efron
Regie:
Michael Gracey
Länge:
105 Min
FSK:
ab 6 Jahre
Kinostart:
4. Januar 2018

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Neue Filme | 03.01.2018 | 08:55 Uhr

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