Stand: 30.10.2018 14:25 Uhr

Roadmovie mit Lars Eidinger und Bjarne Mädel

25 km/h
, Regie: Markus Goller
Vorgestellt von Krischan Koch

Lars Eidinger ist in Berlin ein gefeierter Theaterstar. Zurzeit ist er außerdem im Kino als Bertold Brecht im "Dreigroschenfilm" zu sehen. Auch Bjarne Mädel, bekannt durch die Fernsehserien "Tatortreiniger" oder "Mord mit Aussicht" hatte zuletzt vor allem Kinorollen. In der Komödie "25 km/h" spielen die beiden jetzt ein Brüderpaar.

Zu zweit auf einem Mofa durch den Wald: Christian (Lars Eidinger) und Georg (Bjarne Mädel) - Szene aus "25km/h" © 2018 Gordon Timpen/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH/Sunny Side Up GmbH

"25 km/h": Roadmovie mit Bjarne Mädel

Kulturjournal -

Zwei ungleiche Brüder treffen sich nach fast 30 Jahren bei der Beerdigung ihres Vaters wieder. Zwischen den beiden ist es schwierig - bis sie sich an eine alte Idee erinnern.

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Wiedersehen nach dreißig Jahren

Nach dreißig Jahren treffen Georg und Christian bei der Beerdigung ihres Vaters erstmals wieder zusammen. Es beginnt gleich mit einer kleinen Prügelei. Georg (gespielt von Bjarne Mädel) geht auf seinen Bruder Christian (Lars Eidinger) los, der sich all die Jahre nicht um seinen Vater gekümmert hat.

Der weitgereiste Manager und der bodenständige Tischler haben sich zunächst wenig zu sagen. Aber nach einer durchzechten Nacht besinnen sie sich auf einen Jugendtraum. Mit 16 wollten sie auf ihren Mofas einmal quer durch ganz Deutschland fahren.  

Ein Jugendtraum wird verwirklicht

Noch in derselben Nacht setzen sich die beiden Brüder in ihren dunklen Beerdigungsanzügen auf die alten Mofas und starten zur großen Deutschlandtour vom Schwarzwald an die Ostsee. Dabei treffen sie auf Dauercamper, Esoterikerinnen, sie geraten mit der Polizei aneinander und lernen Frauen mit ausgefallenen Talenten kennen.  

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Ingrid (Alexandra Maria Lara, links) und Ute (Franka Potente) amüsieren sich beim Weinfest.

Die Mofas passen zum selbstironischen Ton dieses Roadmovies. Der hohe Bonanza-Lenker sieht fast nach "Easy Rider" aus. Aber an das gemächliche Tempo musste sich Bjarne Mädel bei den Dreharbeiten erst gewöhnen: "Es ist immer noch so, dass der Gang rausflutscht. Und mich hat am Anfang auch genervt, dass man nicht mal richtig Gas geben konnte. Inzwischen sind die Teile so ein bisschen frisiert. Jetzt sitzen wir manchmal in der Sonne und warten, dass es losgeht und denken, es ist echt ein toller Beruf. Mofafahren, das ist schon toll."  

Die Brüder sind ein unschlagbares Doppel

Auf ihrer Tour finden die Brüder wieder zusammen und zu sich selbst. Wirklich überraschend ist das nicht, aber sehr charmant. Die beiden brechen aus und entdecken das Leben neu. An der Tischtennisplatte sind sie immer noch ein unschlagbares Doppel.

Lars Eidinger lässt nur mit Unterhose bekleidet auf dem Mofa die Sau raus, Bjarne Mädel kontert das mit herrlich trockenen Pointen, und das Rasseln der Zweitakter liefert dazu den perfekten Soundtrack. Das ist mal turbulent, mal melancholisch, aber am Ende vor allem sehr launig und entspannt. "25 km/h", das ideale Tempo für eine deutsche Komödie.

25 km/h

Genre:
Komödie
Produktionsjahr:
2018
Produktionsland:
Deutschland
Zusatzinfo:
mit Lars Eidinger, Bjarne Mädel, Alexandra Maria Lara, Franka Potente
Regie:
Markus Goller
Länge:
116 Min.
FSK:
ab 6 Jahre
Kinostart:
31. Oktober 2018

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kultur | 31.10.2018 | 06:55 Uhr

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