Stand: 09.08.2017 11:49 Uhr  | Archiv

Was bleibt von den Beziehungen des Lebens?

Was bleibt vom Leben? Wie erinnern wir uns an das, was war? Und was ist am Ende tatsächlich wichtig? Diesen Fragen stellten sich drei Autoren beim erfolgreichen Auftakt der Kulturjournal-Reihe Der Norden liest am Mittwoch, den 22. Oktober: Larissa Boehning, Saskia Hennig von Lange und Eberhard Rathgeb lasen vor 300 Zuschauern in der Aula des Ratsgymnasiums in Wolfsburg. Julia Westlake vom Kulturjournal moderierte den Abend.

Die Schriftstellerin Saskia Hennig von Lange stellte ihren Roman "Zurück zum Feuer" vor: Darin verkriecht sich ein Vater nach dem Tod des Sohnes in das alte Wohnhaus von Max Schmeling. In einem zweiten Erzählstrang schreibt die Autorin über die letzten Stunden des legendären Boxers Jahre zuvor in diesem Haus. Eberhard Rathgeb las aus seinem Roman "Das Paradiesghetto": Es geht um eine Witwe, die mit ihren Geistern der Vergangenheit spricht. Und Larissa Boening erzählte eine vielschichtige Dreiecksgeschichte zwischen einem Erbschleicher, einer alten und einer jungen Frau. Drei starke literarische Texte über die Frage: Was bleibt?

"Moderatorin Julia Westlake gelang es, in einem auch zeitlich klug abgestimmten Wechsel von Gespräch und Lesungen den zweistündigen Abend kurzweilig und tief lotend zu gestalten. Was davon bleibt, ist Erkenntnis und die Anregung über diese Frage neu nachzudenken." (Wolfsburger Nachrichten, 24.10.2014)

  • Die Autoren des Abends

    Larissa Boehning, geboren 1971, lebt als Grafikerin, Dozentin und freie Autorin in Berlin. Ihr Romandebüt "Lichte Stoffe" war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises und wurde unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis für das beste Debüt des Jahres 2007 ausgezeichnet. 2011 erschien von ihr "Das Glück der Zikaden". In Wolfsburg stellt sie ihren Roman "Nichts davon stimmt, aber alles ist wahr" (Galiani Berlin) vor.

  • Saskia Hennig von Lange, geboren 1976, lebt mit Mann und Kindern in Frankfurt. Sie forscht und arbeitet an der Justus-Liebig-Universität Gießen an ihrer Dissertation zum Verhältnis von Bild, Rahmen und Körper in der spätmittelalterlichen Kunst. 2013 erhielt sie den Wortspiele-Literaturpreis, 2014 den Rauriser Literaturpreis. "Zurück zum Feuer" (Jung und Jung) ist ihr erster Roman.

  • Eberhard Rathgeb wurde 1959 in Buenos Aires geboren. Er war Feuilletonredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und ihrer Berliner Sonntagsausgabe. 2007 erschien "Schwieriges Glück. Versuch über die Vaterliebe", 2013 "Kein Paar wie wir". In Wolfsburg stellt er seinen neuen Roman vor: "Das Paradiesghetto" (Hanser).

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Dieses Thema im Programm:

Kulturjournal | 20.10.2014 | 20:00 Uhr

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