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Macron kündigt nach Protesten Zugeständnisse an

Paris: Der französische Präsident Macron reagiert mit einer Reihe sozialer Maßnahmen auf die Proteste der "Gelbe-Westen"-Bewegung. Macron kündigte in einer Rede an die Nation an, den Mindestlohn von Januar an um 100 Euro pro Monat anzuheben. Ruheständler, die eine Rente von unter 2.000 Euro beziehen, sollen von Steuererhöhungen ausgenommen werden. Zudem solle die Steuerhinterziehung bekämpft werden. Macron versucht damit, der "Gelbe-Westen"-Bewegung entgegenzukommen. Die Demonstranten protestieren seit vier Wochen in Frankreich und fordern unter anderem Steuersenkungen. Am Wochenende waren erneut zehntausende auf der Straße. Es kam wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen - mehr als 250 Menschen wurden verletzt. Unklar ist, ob die Zugeständnisse des Präsidenten für eine Beruhigung bei den Demonstranten sorgen können. Für das kommende Wochenende sind neue Proteste angekündigt.

London will Brexit-Abkommen nachverhandeln

Brüssel: Wenige Wochen vor dem EU-Austritt Großbritanniens sind die britische Regierung und die EU auf Konfrontation gegangen. Premierministerin May hat die für morgen geplante Abstimmung über das Brexit-Abkommen im britischen Unterhaus verschoben. Sie kündigte an, das Papier noch einmal nachverhandeln zu wollen. Die EU lehnt dies ab. EU-Ratspräsident Tusk sagte, das Abkommen werde nicht noch einmal aufgeschnürt. Er kündigte für Donnerstag am Rande des EU-Gipfels einen Brexit-Sondergipfel an. Dort sollen die 27 bleibenden EU-Mitgliedsstaaten über das weitere Vorgehen beraten. Ein Knackpunkt des Abkommens ist weiterhin die künftige Regelung für die Grenze zwischen Irland und Nordirland.

Hungerkatastrophe im Jemen immer größer

New York: Die katastrophale Hungerkrise im Bürgerkriegsland Jemen verschlimmert sich weiter. Nach neuen UN-Angaben haben dort mittlerweile 20 Millionen Frauen, Männer und Kinder große Schwierigkeiten, an ausreichend Lebensmittel zu kommen. Das sind etwa zwei Drittel der Bevölkerung. Nach Schätzungen der UN werden im Kampf gegen die Hungerkatastrophe im Jemen vier Milliarden Dollar benötigt. Im Jemen herrscht seit 2014 Bürgerkrieg. Schiitische Huthi-Rebellen kämpfen gegen die Regierung, die vom sunnitischen Saudi-Arabien unterstützt wird.

Google Plus wird noch früher dichtgemacht

Mountain View: Das Online-Netzwerk Google Plus wird deutlich früher geschlossen, als bisher geplant. Wie der Konzern aus dem US-Bundesstaat Kalifornien mitgeteilt hat, sollen Verbraucher bereits in den kommenden drei Monaten den Zugriff verlieren. Ursprünglich war das Ende für den kommenden August angepeilt worden. Hintergrund sei eine neue Datenpanne. Bereits im Oktober hatte der Internetkonzern über eine jahrelange Schwachstelle informiert, durch die App-Entwickler auf private Informationen von Nutzern zugreifen konnten. Google Plus war 2011 als Konkurrenz zu Facebook gestartet, konnte sich aber nie durchsetzen. Allerdings soll es weiterhin eine Version für Unternehmen geben.

MV: Warmes Straßenlicht für mehr Insekten

Schwerin: In Mecklenburg-Vorpommern wollen die Regierungsfraktionen von SPD und CDU mit einem neuen Lichtkonzept mehr Insekten anlocken. Der Antrag sieht vor, dass in Straßenlaternen mehr warme Rot- und Gelblichtanteile enthalten sein sollen. Um dies zu erreichen, sollen Kommunen künftig nur noch dann Fördermittel erhalten, wenn sie LED-Lampen mit entsprechenden Anteilen bestellen. Helles Licht mit hohem Blauanteil sei dagegen zu vermeiden. Dies ziehe Insekten stark an, lasse sie nicht zur Ruhe kommen und schade ihnen daher. Mit dem Antrag wollen SPD und CDU in Mecklenburg-Vorpommern gegen den Insektenschwund vorgehen, den Forscher in vielen Regionen Deutschlands verzeichnen.

St. Pauli gewinnt in Bochum

Zum Sport: In der Zweiten Fußball-Bundesliga ist der FC St. Pauli auf den vierten Tabellenplatz vorgerückt. Die Hamburger gewannen beim VfL Bochum mit 3:1. Arminia Bielefeld hat Uwe Neuhaus als neuen Cheftrainer vorgestellt. Neuhaus erhält einen Vertrag bis Sommer 2020. Er war zuvor bei den Liga-Konkurrenten Dynamo Dresden und Union Berlin tätig. Bielefeld hatte sich heute von Trainer Jeff Saibene getrennt - nach zehn Pflichtspielen in Folge ohne Sieg.

Die Wettervorhersage

Es ist überwiegend trocken bei Tiefstwerten von 5 bis 0 Grad. Morgen meist dicht bewölkt und stellenweise etwas Regen. Nach Norden hin etwas freundlicher. Maximal 3 bis 8 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch wechselnd bewölkt, nach Osten hin Regen, 2 bis 5 Grad. Am Donnerstag Wechsel aus Sonne und Wolken, gebietsweise Schnee möglich, 0 bis 4 Grad.

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