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Merkel: Vorerst keine Waffen für Saudi-Arabien

Berlin: Die Bundesregierung will vorerst keine Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien mehr genehmigen. Wegen des Falls Khashoggi könnten aktuell keine Rüstungsexporte stattfinden, sagte Kanzlerin Merkel am Abend. Darin sei sie sich mit allen einig, die ohnehin einen Stopp der Waffenlieferungen in die Golf-Staaten forderten. Merkel sprach angesichts der Mordvorwürfe von dringendem Klärungsbedarf. Saudi-Arabien ist aktuell der zweitgrößte Kunde der deutschen Rüstungsindustrie: In diesem Jahr hat die Bundesregierung Exporte im Wert von mehr als 400 Millionen Euro genehmigt. Auch die USA, Frankreich und Großbritannien erhöhen den Druck auf das Regime in Riad. Gestern hatte das Königshaus zugegeben, dass Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul getötet wurde. Nach offizieller Darstellung kam der Regimekritiker bei einer Schlägerei ums Leben.

INF: Weltweite Kritik an Trumps Drohung

Berlin: Der von den USA angekündigte Ausstieg aus einem Abrüstungsvertrag mit Russland hat Kritik ausgelöst. Außenminister Maas warnte vor den Konsequenzen einer einseitigen Kündigung. Der INF-Vertrag sei eine wichtige Säule der europäischen Sicherheitsarchitektur. Ähnlich äußerten sich die Oppositionsparteien. Grüne und FDP kritisierten, dass sich die USA nicht mit den Nato-Partnern abgestimmt hätten. Russland bezeichnete die US-Pläne als gefährlichen Schritt, der die Welt ins Chaos stürzen könnte. Beide Staaten werfen sich seit Jahren vor, den INF-Vertrag nicht einzuhalten. Das Abkommen aus dem Jahr 1987 verbietet sowohl Russland als auch den USA den Bau und Besitz von nuklearen Mittelstreckenraketen.

Polen: Rechte PiS-Partei gewinnt bei Regionalwahlen

Warschau: Bei den Regionalwahlen in Polen kann die europakritische Regierungspartei PiS mit Zuwächsen rechnen. Nachwahlbefragungen zufolge kommt sie auf gut 32 Prozent der Stimmen bei den Provinzversammlungen. Das wären rund fünf Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren. Die Regionalwahlen galten als Stimmungstest für die nationalkonservative Regierung. Die steht unter anderem wegen ihrer umstrittenen Justizreform in der Kritik. Die EU hatte wegen der Pläne bereits ein Verfahren gegen Warschau eingeleitet.

Dresden: Demos für und gegen Pegida

Dresden: Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat die Demonstration gegen das fremdenfeindliche Pegida-Bündnis als wichtiges Signal für Demokratie und Toleranz gewürdigt. In seiner Rede forderte der CDU-Politiker, sich gegen Alltagsrassismus zu wehren und zu zeigen, dass Sachsen ein weltoffenes Land sei. Es habe zu lange gedauert, den richtigen Umgang mit ausländerfeindlichen Parolen zu finden, so Kretschmer weiter zu den Anti-Pegida-Kundgebungen. Heute vor vier Jahren fand in Dresden die erste Kundgebung des fremdenfeindlichen Bündnisses statt. Auch heute gingen mehrere Tausend Pegida-Anhänger auf die Straße.

Italien: Polizei nimmt gesuchten Mafiaboss fest

Rom: In Italien hat die Polizei einen der meistgesuchten Mafiabosse festgenommen. Laut Innenminister Salvini wurde er in Rom gefasst, nachdem er etwa ein Jahr lang auf der Flucht war. Der 48-Jährige gehört den Angaben zufolge zur Führung der "Ndrangheta" - der mächtigsten Mafiagruppe des Landes. Sie ist vor allem in Süditalien aktiv, soll aber auch Geschäfte in Europa, Nordamerika und Australien machen.

Formel 1: Hamilton verpasst vorzeitigen WM-Titel

Zum Sport: Formel 1-Pilot Kimi Räikkönen hat den Großen Preis der USA gewonnen. Der Ferrari-Fahrer verwies den Holländer Max Verstappen auf Rang 2. Der WM-Führende Lewis Hamilton wurde Dritter und verpasste damit die vorzeitige Titelverteidigung. Sebastian Vettel kam als Vierter ins Ziel. In der Fußball-Bundesliga hat Mönchengladbach mit 4:0 gegen Mainz gewonnen. Durch den Heimsieg springt die Borussia auf Tabellenplatz zwei. Im anderen Sonntagsspiel trennten sich Hertha BSC und Freiburg 1:1. Und in der Handball-Bundesliga bleibt Flensburg-Handewitt auch nach dem 10. Spieltag ungeschlagen. Der Titelverteidiger setzte sich in Leipzig mit 21:20 durch. Der THW Kiel besiegte Gummersbach 31:25.

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Das Wetter: Nachts leichter Regen, nach Süden hin meist trocken und leicht bewölkt. Tiefstwerte 12 bis 3 Grad. Morgen anfangs im Süden und Osten etwas Regen, dahinter ein freundlicher Wechsel aus Sonne und Wolken. Maximal 11 bis 14 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag von Nordwesten her Regen und Schauer bei 10 bis 14 Grad. Am Mittwoch dicht bewölkt und etwas Regen, 10 bis 16 Grad.

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