Rückschlag für VfB Lübeck im Kampf um den Klassenerhalt

Stand: 18.04.2021 15:52 Uhr

Nach zuvor fünf Spielen in Folge ohne Niederlage ist die Serie von Fußball-Drittligist VfB Lübeck am Sonntag gerissen. Die Schleswig-Holsteiner unterlagen bei Waldhof Mannheim mit 2:3 (1:3) und erlitten im Kampf um den Klassenerhalt einen herben Rückschlag.

von Martin Schneider

Zwei schicksalhafte Minuten im ersten Durchgang besiegelten die Auswärtsniederlage. Erst gelang dem Mannheimer Dominik Martinovic in der 18. Minute der zwischenzeitliche Ausgleich, 120 Sekunden später düpierte sein Mitspieler Dennis Jastrzembski die Lübecker Abwehr und vollendete zum 2:1. Von dem Doppelschlag erholte sich der VfB nicht mehr. Nach 32 absolvierten Partien liegt der Aufsteiger in der Tabelle auf Rang 19 und hat mit 30 Zählern vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Zehir belohnt Anfangsoffensive

Dabei hatte die Partie vielversprechend für die Lübecker begonnen. Der VfB agierte forsch und baute Druck auf das Tor der Gastgeber auf. Ersin Zehir belohnte die Bemühungen in der sechsten Minute. Der Mittelfeldspieler schoss aus knapp 20 Metern auf das Mannheimer Gehäuse, der Ball sprang an den Pfosten, von dort an den Rücken von Waldhof-Keeper Timo Königsmanns Rücken - und dann ins Tor. Ein glückliches, aber keineswegs unverdientes 1:0. Denn die Gäste setzten nach. In der 14. Minute hatte Elsamed Ramaj das 2:0 auf dem Fuß. Mannheims Jesper Verlaat missglückte zuvor ein Pass, doch der VfB- Offensivspieler war von dem Lapsus so überrascht, dass sein Abschluss leichte Beute für Königsmann war.

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Mannheim vor dem Tor eiskalt

Danach entglitt den Gästen die Partie. Mit ihrer ersten Torchance kamen die Baden-Würtemberger direkt zum sehenswerten Erfolg. Nach einer scharfen Hereingabe vom rechten Flügel überwand Martinovic VfB-Keeper Lukas Raeder per Hacke zum 1:1 (18.). Zwei Minute später bediente der Torschütze Hertha-Leihgabe Jastrzembski, der sich mit Können und Glück in den Strafraum dribbelte und aus spitzem Winkel zur Führung der Gastgeber traf.

Nun spielte nur noch der ehemalige Bundesligist, den Schleswig-Holsteinern hingegen saß der Schock sichtbar in den Gliedern. Kurz vor der Pause wurden sie zudem von Schiedsrichter Erich Müller bestraft: Mirko Boland sprang nach einem Zweikampf im Strafraum der Ball an den Arm, der Unparteiische zeigte unmittelbar auf den Punkt. Während Boland noch über die harte Entscheidung schimpfte, verwandelte Martinovic den fälligen Strafstoß zum 3:1 für die Gastgeber (43.).

Malones Anschluss kommt zu spät

Im zweiten Durchgang bemühten sich die Lübecker um den Anschluss, doch bis auf einige harmlose Fernschüsse kam lange nicht viel herum. Dafür konnte sich Torwart Raeder mit einer starken Parade auszeichnen (61. ) und hielt eine Vorderleute im Spiel. In der 83. Minute fand eine Ecke von Zehir den Kopf von Ryan Malone, der zum 2:3 einnickte und für eine hektische Schlussphase sorgte. Die Gäste machten hinten auf und hatten in der 86. Minute Glück, dass der eingewechselte Joseph Boyamba nur den Pfosten traf. Der erhoffte Punkt in letzter Sekunde gelang dem VfB nicht mehr.

Am kommenden Mittwoch wartet auf die Lübecker die schwere Aufgabe FC Ingolstadt. Immerhin: Meppen konnte dem FCI einen Punkt abtrotzen.

32.Spieltag, 18.04.2021 14:00 Uhr

W. Mannheim

3

VfB Lübeck

2

Tore:

  • 0:1 Zehir (6.)
  • 1:1 Martinovic (18.)
  • 2:1 Jastrzembski (20.)
  • 3:1 Martinovic (44., Handelfmeter)
  • 3:2 Malone (82.)

W. Mannheim: Königsmann - Marx, Verlaat, M. Seegert, Donkor - Ma. Schuster, Gouaida (90.+1 Just) - Costly, Jastrzembski (69. Boyamba), Garcia - Martinovic (82. Gohlke)
VfB Lübeck: Raeder - Malone, Rieble, Hertner - Thiel (78. Hobsch), Wolf (78. Steinwender), Boland, Ramaj (32. Chana / 90. Kircher) - Y. Deichmann, Zehir - Akono (78. Deters)
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 18.04.2021 | 22:50 Uhr

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