Stand: 22.12.2018 18:12 Uhr

Hansa unterliegt Cottbus - Dotchev desillusioniert

von Bettina Lenner, NDR.de

Drittligist Hansa Rostock geht mit einem Negativerlebnis in die Winterpause. Die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev verlor am Sonnabend das Duell der Enttäuschten gegen Aufsteiger Energie Cottbus mit 0:2 (0:1) und wartet damit seit nunmehr fünf Partien auf einen Sieg. Es passte ins Bild, dass Top-Torjäger Cebio Soukou einen Elfmeter verschoss und damit die Chance zur Führung vergab. Das Saisonziel "Aufstieg" ist vor Weihnachten in weite Ferne gerückt. "Wir spielen momentan nicht wie ein Aufsteiger, das muss man ehrlich sagen. Manchmal schwächelt man das eine oder andere Spiel. Aber wir haben schon das fünfte Spiel in Folge nicht gewonnen. Das kann nicht sein, wenn wir so ambitioniert sind, dass wir solche Phasen haben", bilanzierte Dotchev im NDR Sportclub.

Soukou schießt weit übers Tor

Bei Hansa standen mit Pascal Breier, Marco Königs und Soukou zumindest nominell gleich drei Stürmer in der Startelf, Torchancen erspielten sich die Hausherren dennoch lange Zeit nicht. Hansa schaffte es kaum einmal, die viertschlechteste Abwehr der Liga in Verlegenheit zu bringen, im Aufbauspiel fehlten die Ideen. Die Partie war umkämpft, aber relativ arm an Höhepunkten. Bis zur 22. Minute. Da zeigte Schiedsrichter Sven Waschitzki (Essen) auf den Punkt, nachdem Kevin Weidlich und Energie-Kapitän Marc Stein den aufs Cottbuser Tor zustürmenden Breier in die Zange genommen und unsanft gestoppt hatten. Die Chance für die Gastgeber, doch Soukou jagte den Elfmeter in den Himmel - ein Sinnbild für die Rostocker Verunsicherung.

Hansa-Abwehr nicht auf der Höhe

20.Spieltag, 22.12.2018 14:00 Uhr

Hansa Rostock

0

Energ.Cottbus

2

Tore:

  • 0:1 L. Bender (36.)
  • 0:2 Rangelov (63.)

Hansa Rostock: Gelios - Wannenwetsch (77. Williams), Hüsing, Riedel, Scherff - M. Pepic (46. Evseev), Bülow, Biankadi - Soukou, Breier, Königs (28. Hilßner)
Energ.Cottbus: A. Spahic - K. Weidlich, Stein, Matuwila - L. Bender, Geisler, Viteritti (33. Holthaus), Schneider, Schlüter - Mamba, Rangelov (70. Scheidhauer)
Zuschauer: 20000

Weitere Daten zum Spiel

Das Unglück nahm weiter seinen Lauf: Fünf Minuten später musste Königs, der bei einem Kopfballduell heftig mit Stein zusammengerasselt war, schwer angeschlagen vom Feld getragen werden. Der Angreifer zog sich nach Angaben von Dotchev wohl eine schwere Gehirnerschütterung zu und wurde ins Krankenhaus gebracht. Für ihn kam Marcel Hilßner, der sich gleich mit einem strammen Torschuss empfahl und das Rostocker Spiel belebte. In der 36. Minute gerieten die Mecklenburger dennoch in Rückstand: Nach einem Missverständnis in der Hansa-Defensive klärte Julian Riedel unzureichend, Lars Bender kam unbehelligt zum Schuss und münzte die erste echte Möglichkeit der Lausitzer mit einem Traumtor zur Führung um. Und auch beim zweiten Treffer der Cottbuser in der 64. Minute war die Rostocker Abwehr unaufmerksam, Routinier Dimitar Rangelov bedankte sich und vollstreckte aus kurzer Distanz zum 2:0.

Dotchev: "Power im Kopf fehlt"

Der Wille war da, aber Hansa fehlte das Konzept, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Die Fans verabschiedeten ihr Team mit Pfiffen. In der Winterpause kommt auf Dotchev viel Arbeit zu, um seine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückzuführen. "Es fehlt vor allem die Power im Kopf. Es gibt nur eine gute Sache, das ist die Pause. Das ist das Beste momentan für uns", konstatierte der Coach: "Da können wir uns in den Testspielen Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen holen." Voraussichtlich wird der Drittligist zudem auf dem Transfermarkt aktiv, um sich auf der Linksverteidigerposition sowie in der Breite besser aufzustellen.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 22.12.2018 | 14:00 Uhr

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