Stand: 05.10.2018 20:49 Uhr

Hansa gelingt Befreiungsschlag gegen den KSC

von Thomas Luerweg, NDR.de

Starker Auftritt von Hansa Rostock: Das Drittliga-Team von Trainer Pavel Dotchev besiegte am Freitagabend den favorisierten Tabellenzweiten Karlsruher SC mit 1:0 (0:0). In einer hart umkämpften Partie ging Hansa nach der Pause etwas glücklich nach einem Eigentor in Führung, verdiente sich den Sieg aber im Verlauf des Spiels. Für die Norddeutschen war es nach drei Ligaspielen ohne dreifachen Punktgewinn der erste Erfolg. Nach der der derben 1:4-Heimpleite gegen Preußen Münster war Dotchev in die Kritik geraten. Doch der 53-jährige nutzte den Ausfall des Spiels beim Halleschen FC, um seine Mannschaft optimal gegen das Spitzenteam aus Baden einzustellen. Für den KSC endete eine Serie von zuvor vier Siegen in Folge. Dotchev zeigte sich nach der Partie erleichtert: "Das 1:0 fiel etwas glücklich, danach hätten wir den Sack zumachen müssen. Unter dem Strich bin ich aber sehr zufrieden und glücklich über die drei Punkte."

Rostocker Defensive stark verbessert

Dotchev konnte wieder auf Kapitän Oliver Hüsing zurückgreifen, der nach dreimonatiger Verletzungspause mit Julian Riedel die Innenverteidigung bildete. Der Ghanaer Phil Ofosu-Ayeh kam als Rechtsverteidiger neu in die Startelf. Für den ersten Knalleffekt sorgte der Tabellenzweite, als Marc Lorenz einen Freistoß fast von der Grundlinie rechts vom Tor auf den Querbalken setzte (2.). Doch mit zunehmender Spieldauer kam Hansa besser in die Partie und setzte offensive Akzente, ohne jedoch zwingend zu sein. Als Hansa-Stürmer Cebio Soukou im Strafraum zu Boden ging, entschied Schiedsrichter Franz Bokop zu Recht auf Weiterspielen (9.). Auch die zweite Rostocker Spitze, Marco Königs machte mit einem Schuss (14.) auf sich aufmerksam, doch KSC-Keeper Benjamin Uphoff parierte sicher.

Die favorisierten Badener konnten wenig Druck entfalten, doch Riedel brachte mit einem schwachen Rückpass den Karlsruher Stürmer Marvin Pourié in Ballbesitz, sein Offensiv-Partner Anton Fink konnte die Chance aber nicht verwerten (19.). Glück hatte die "Kogge", als Hüsing Pourié im Strafraum am Trikot zog, doch Bokops Pfeiffe stumm blieb (23.). Weil Rostock in der Defensive sicherer stand als zuletzt, war das Remis zur Pause leistungsgerecht.

Roßbachs Eigentor bringt Hansa auf die Siegerstraße

Nach dem Wechsel verstärkte Hansa seine Offensivbemühungen. Ein Traumpass von Merveille Biankadi, dem Besten auf Seiten der Rostocker, brachte Königs rechts aus spitzem Winkel in Schussposition. Dessen Schuss traf den Fuß von KSC-Verteidiger Damian Roßbach, der den Ball unhaltbar ins eigene Netz abfälschte (52.) - 1:0. Hansa gab der Treffer sichtlich Rückenwind. Biankadi hätte erhöhen können, verzog aber (53.). Fünf Minuten später hatten die Hausherren Pech, als der Ball durch den Karlsruher Strafraum flipperte, aber Ofosu-Ayeh und Biankadi ihn nicht im Tor unterbringen konnten.

Turbulente Schlussphase

11.Spieltag, 05.10.2018 19:00 Uhr

Hansa Rostock

1

Karlsruher SC

0

Tore:

  • 1:0 Königs (51.)

Hansa Rostock: Gelios - Ofosu-Ayeh, Hüsing, Riedel, Rieble - Breier, Bülow, Wannenwetsch, Biankadi (90.+2 Hilßner) - Königs (88. Evseev), Soukou (80. Hildebrandt)
Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Choi (74. M. Röser), Stiefler (82. Saliou Sané), Wanitzek, Lorenz - A. Fink, Pourie
Zuschauer: 13000

Weitere Daten zum Spiel

Auf der anderen Seite Pourié versuchte es aus 18 Metern, aber beim sicheren Hansa-Schlussmann Ioannis Gelios war Endstation (58). Die beste KSC-Chance folgte zwei Minuten später: Marvin Wanitzek legte den Ball von rechts wunderbar für Fink am langen Pfosten auf. Doch der verpasste seinen fünften Saisontreffer hauchdünn - er schoss rechts am Tor vorbei. Wenig später hätte es Strafstoß für die "Kogge" geben müssen, als Marc Lorenz im Sechzehner Soukou traf (65.). Doch es ging weiter. Auch einem regulären Kopfballtreffer von Nico Rieble versagte Bokop die Anerkennung (67.). Er hatte zuvor ein Foul gesehen.

In der Schlussphase rannten die Karlsruher an, doch Hansa verteidigte den Vorsprung leidenschaftlich und brachte ihn schließlich über die Zeit. Ein verdienter Erfolg für die Norddeutschen, den die Fans im Ostseestadion frenetisch feierten, ebenso wie das Comeback des Langzeitverletzten Marcel Hilßner kurz vor Schluss.

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Von Torwart Ioannis Gelios bis Stürmer Marco Königs - das Aufgebot des Fußball-Drittligisten Hansa Rostock im Überblick. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 06.10.2018 | 19:30 Uhr