Stand: 20.02.2020 22:56 Uhr

Europa League: Wolfsburg schlägt Malmö knapp

von Johannes Freytag, NDR.de
Xaver Schlager (M.) konnte im Wolfsburger Spiel nur wenig Akzente setzen.

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg ist mit einem Sieg in die K.o.-Phase der Europa League gestartet. Die Niedersachsen gewannen am Donnerstagabend im eigenen Stadion das Hinspiel der Zwischenrunde gegen Malmö FF mit 2:1 (0:0). Ein keinesfalls beruhigendes Polster für den angestrebten Einzug ins Achtelfinale. Das Rückspiel findet kommenden Donnerstag in Schweden statt. Die "Wölfe" konnten über weite Phasen der Partie nicht überzeugen, zwei lichte Momente reichten für die Tore von Josip Brekalo und Admir Mehmedi. Gegen den schwedischen Rekordmeister, der seit zweieinhalb Monaten kein Pflichtspiel bestritten hat, entwickelte das Team von Trainer Oliver Glasner ansonsten viel zu wenig Druck und kreierte nur selten Torgefahr.

VfL-Mittelfeldspieler Maximilian Arnold bewertete den Sieg im NDR Hörfunk dennoch als "verdient" und blickte bereits voraus: "Im Rückspiel kommt noch einmal eine ganz andere Atmosphäre. Wenn wir da bereit sind, sehe ich gute Chancen aufs Weiterkommen."

Niveau- und ereignisarme erste Hälfte

Die Wolfsburger mussten ohne ihren Kapitän Josuha Guilavogui auskommen, für den verletzten Franzosen (Knieprobleme) stand Yannick Gerhardt in der Startelf. Zudem setzte Trainer Oliver Glasner in der Offensive auf Brekalo, Renato Steffen saß dafür zunächst nur auf der Bank.

1.Spieltag, 20.02.2020 21:00 Uhr

VfL Wolfsburg

2

Malmö FF

1

Tore:

  • 0:1 Thelin (47., Handelfmeter)
  • 1:1 Brekalo (49.)
  • 2:1 Thelin (62., Eigentor)

VfL Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Knoche, Brooks, Roussillon (46. Paulo Otavio) - Arnold, Gerhardt - Brekalo (90.+3 Ginczek), Schlager (71. Steffen), Mehmedi - Weghorst
Malmö FF: Dahlin - Larsson, Ahmedhodzic, R. Bengtsson, Safari - Bachirou - Christiansen, Traustason (22. Rieks / 58. Berget) - Nalic - Thelin, Antonsson
Zuschauer: 13801

Weitere Daten zum Spiel

Vom Anpfiff weg entwickelte der VfL ein aggressives Angriffsspiel, das Geschehen auf dem Rasen fand zunächst fast nur in der Hälfte der Schweden statt. Xaver Schlager hatte eine erste Gelegenheit, traf den Ball aber nicht richtig (6.), auch Mehmedi konnte Malmös Keeper Johan Dahlin nicht überwinden (10.).

Dann war es aber auch schon wieder vorbei mit dem Wolfsburger Offensivaktionen. Zwar hielten die Niedersachsen die Gäste erfolgreich vom eigenen Strafraum fern, bei den eigenen Angriffen fehlte aber die Präzision. Viele Fehlpässe prägten das VfL-Spiel, das zäh und auf einem überschaubaren Niveau war. Erst in der 37. Minute wurde es erstmals richtig gefährlich: Schlager schickte Brekalo auf die Reise, der Schuss des Kroaten prallte jedoch nur an die Latte. Die Szene war der einzige Höhepunkt einer schwachen ersten Hälfte.

Brekalo und Mehmedi lassen VfL jubeln

In den ersten vier Minuten nach Wiederanpfiff bekamen die Zuschauer in der Wolfsburger dann mehr geboten als im gesamten ersten Durchgang.

Beim ersten halbwegs vernünftigen Torschuss der Schweden hatte Kevin Mbabu seine Hand im Spiel - den fälligen Elfmeter verwandelte Isaac Kiese Thelin zum 1:0 für die Gäste (47.). Zu allem Überfluss kassierte Mbabu die Gelbe Karte und wird daher im Rückspiel fehlen. Aber die Freude der 4.500 mitgereisten Malmö-Fans währte nicht lange: Der eingewechselte Paulo Otavio steckte schön auf Brekalo durch, der drang in den Strafraum ein und schoss aus spitzem Winkel zum Ausgleich ein (49.).

Nun war deutlich mehr Zug im Wolfsburger Spiel. Brekalo bediente Otavio, doch der brachte nur ein harmloses Schüsschen zustande (59.). Kurz darauf zappelte der Ball aber tatsächlich zum zweiten Mal im Gästetor. Maximilian Arnold zirkelte einen Freistoß präzise in den Strafraum, Mehmedi war mit dem Kopf zur Stelle - 2:1 (62.).

Wolfsburger Angriffsspiel behäbig

Bei den Schweden machte sich zunehmend die mangelnde Spielpraxis bemerkbar. Doch Wolfsburg machte zu wenig daraus. Der Schwung aus der Phase nach dem Ausgleichstor war wieder dahin. Obwohl in Steffen ein frischer Offensivmann in die Partie kam, belebte das den VfL-Angriff nicht. Einziger Aufreger war der verweigerte Elfmeterpfiff, als Otavio im Strafraum von den Beinen geholt wurde (84.). So blieb es beim knappen Wolfsburger Sieg, und den "Wölfen" steht eine schwerer Gang nach Malmö bevor.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 20.02.2020 | 23:03 Uhr